Das Stichwort: Karfreitag

Nachricht 21. April 2011

Hannover (epd). Am Karfreitag gedenken Christen des Leidens und Sterbens Jesu am Kreuz. Der Karfreitag galt früher in einigen Regionen als höchster Feiertag vieler evangelischer Christen, weil die Reformatoren vor allem im Tod Jesu die Erlösung aus Sünde und Schuld sahen.

In der katholischen und orthodoxen Kirche wird der Triumph der Auferstehung und der Sieg über den Tod an Ostern mit dem liturgisch festlichsten Gottesdienst des Jahres betont. Heute besteht in allen christlichen Konfessionen weitgehend Einigkeit darüber, dass Tod und Auferstehung Christi an Ostern unlösbar zusammengehören und als Ganzes gefeiert werden.

In vielen Kirchen werden am Karfreitag um 15 Uhr Gottesdienste gefeiert, der Tradition zufolge die Sterbestunde Jesu. Der anschließende Karsamstag erinnert an die Grablegung Jesu. Am ersten Tag nach Jesu Tod finden keine Gottesdienste statt. Nach altem Brauch werden Kerzen und Blumen von den Altären entfernt, bevor in der Osternacht der Sieg des Lebens über den Tod gefeiert wird.

Die Bezeichnung des Karfreitags stammt vermutlich aus dem Althochdeutschen. "Kara" bedeutet Klage, Trauer, die am Todestag Jesu (Karfreitag) im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht.

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

21.4.2011