Hannoversche Landeskirche will Kooperation mit Künstlern stärken

Nachricht 23. Februar 2011

Wolfsburg (epd). Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers strebt eine engere Zusammenarbeit mit den Künstlern in Niedersachsen an. Es gebe viele Gemeinsamkeiten, sagte der Präsident des hannoverschen Landeskirchenamtes, Burkhard Guntau, am Mittwoch in Wolfsburg. Zum 13. Mal hatte die größte evangelische Landeskirche in Deutschland zusammen mit der Hanns-Lilje-Stiftung Künstler und Kunstinteressierte zu einem "Aschermittwoch der Künste" eingeladen.

Nach den Worten des Landeskirchenamtspräsidenten befasst sich sowohl die Kunst als auch die Kirche mit den "großen Themen der Menschheit". Die Kunst sei für die Kirche zudem ein "Seismograph des Lebens", sagte Guntau.
Zu dem Empfang waren rund 120 Gäste ins Kunstmuseum Wolfsburg gekommen, wo noch bis zum 6. März eine Ausstellung mit Skulpturen und Bildern des Schweizer Künstlers Alberto Giacometti (1901-1966) zu sehen ist.
Etwa die Hälfte der 90 Exponate werden zum ersten Mal in Deutschland gezeigt. Wegen der Ausstellung fand der Empfang bereits vor dem Aschermittwoch statt, der in diesem Jahr auf den 9. März fällt.

Die Kulturbeauftragte der Landeskirche, Pastorin Julia Helmke, forderte zu einem Dialog von Kunst und Kirche auf.
Wenn es um die Nutzung von Kirchen gehe, stünden Künstler und Kirchenvertreter immer wieder vor der Frage, wie weit bei der Installation von Kunst in den kirchlichen Raum eingegriffen werden dürfe. Auch der Raum an sich wirke auf die Menschen, erläuterte sie. Es sei ein Unterschied, in einer kleinen Dorfkapelle oder in einer großen Innenstadtkirche zu beten.

Kunstaktionen und Ausstellungen seien aus ihrer Sicht kein Luxus, sondern Bestandteil der Gemeindearbeit und des Gemeindeaufbaus, betonte Helmke. Das "Arbeitsfeld Kunst und Kultur" ist im Haus Kirchlicher Dienste in Hannover angesiedelt.

Internet: www.kunstinfo.net

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23.2.11