Kirchen rufen zu Beteiligung an Sozialwahlen auf

Nachricht 07. Februar 2011

Hannover/Bonn (epd). Die evangelische und die katholische Kirche haben die rund 48 Millionen Versicherten und Rentner zur Stimmabgabe bei den Sozialwahlen 2011 aufgerufen. "Wir haben als Christen Entscheidendes beizutragen, wenn es um die Mitgestaltung der sozialen Sicherungssysteme geht", schreiben der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, und der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, in einer am Montag in Bonn veröffentlichten Erklärung. Bei der Sozialwahl wird alle sechs Jahre über die Vertretung der Versicherten in den gesetzlichen Sozialversicherungen abgestimmt.

Bei den Wahlen kandidieren das Kolpingwerk, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung und der Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmer auf einer gemeinsamen Liste. "Den Kandidaten aus beiden Konfessionen geht es um das gemeinsame Anliegen, Stimme der Christen zu sein und die christlichen Werte in die Entscheidungen der Sozialversicherungen einzubringen und sie zu vertreten", sagten Schneider und Zollitsch. Gemeinsam riefen sie die Wahlberechtigten dazu auf, mit ihrer Stimme das Engagement der christlichen Sozialverbände zu stärken.

Die elfte Wahl seit 1953 findet nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmer-Organisationen bei allen Trägern der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Unfallversicherung statt. Die Stimmzettel aller Versicherten ab 16 Jahren müssen bis zum 1. Juni die Versicherungsträger erreicht haben. Jeder Versicherte kann nach Informationen des Bundessozialministeriums in Berlin bei seinem Versicherungsträger an der Wahl teilnehmen.

Internet: www.sozialwahl11.info

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7.2.11