Doppelspitze für neuen Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld

Nachricht 10. Januar 2011

Alfeld/Elze (epd). In dem neu fusionierten Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld kommen an diesem Dienstagabend 160 Delegierte zu ihrem ersten gemeinsamen Kirchenkreistag zusammen. Der offiziell seit Jahresbeginn vereinigte Kreis könne Modellcharakter für andere ländliche Kirchenregionen haben, sagte der Superintendent des früheren Kirchenkreises Hildesheimer Land, Christian Castel, dem epd. In dem neuen Zusammenschluss gibt es nicht nur einen, sondern zwei Superintendenten. Eine Stelle soll in Elze und eine weitere in Alfeld besetzt werden.

Für die Neuregelung hatte die hannoversche Landessynode bereits im November einem Erprobungsgesetz zugestimmt, sagte Castel. Damit seien die rechtlichen Voraussetzungen für die Doppelspitze geschaffen worden. "Ein entscheidender Faktor für den Erfolg des Kirchenkreises neuen Typs wird nun die Zusammenarbeit der beiden Superintendenten darstellen." Es gebe im Pfarramt gute Beispiele dafür, dass so etwas wunderbar gelingen könne. Mit einer Laufzeit von zehn Jahren soll das Gesetz voraussichtlich für die Dauer einer Superintendenten-Amtszeit gelten.

Als Superintendent des ehemaliger Kirchenkreises Hildesheimer Land hat Castel die Elzer Stelle übernommen. Er hofft, dass die Alfelder Position noch vor den Sommerferien wieder besetzt werden kann. Seitdem Klaus Grünwaldt Anfang August 2010 ins Landeskirchenamt nach Hannover wechselte, ist sie vakant. "Bei dem ersten Kirchenkreistag wird sich auch ein Wahlausschuss bilden, der geeignete Kandidaten finden soll", sagte Castel. Bis zur Wahl werde der Adenstedter Pastor Hagen Faust das Amt kommissarisch wahrnehmen.

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10.1.11