EKD-Ratsvorsitzender kündigt Afghanistan-Reise an

Nachricht 10. Januar 2011

Bad Neuenahr/ Hannover (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, wird in Kürze die deutschen Soldaten in Afghanistan besuchen. Er werde zusammen mit dem evangelischen Militärbischof Martin Dutzmann "in absehbarer Zeit" zu einer Pastoralreise nach Afghanistan aufbrechen, kündigte Schneider am Montag auf einer Pressekonferenz in Bad Neuenahr an. Den genauen Termin wollte er aus Sicherheitsgründen nicht nennen.

Schneider will nach eigenen Angaben das Signal geben, dass sich die evangelische Kirche nicht von den Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan distanziere, sondern auch dort "nahe bei den Menschen" sein wolle. Auch kritische Äußerungen seien im Interesse der Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, dies wolle er deutlich machen. Außerdem gehe es darum, die Wertschätzung für die Militärseelsorge deutlich zu machen.

Eine mögliche Reise der früheren EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann mit Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) solle erst nach der offiziellen EKD-Reise an den Hindukusch erfolgen, betonte Schneider. Darüber habe er mit Käßmann gesprochen. Guttenberg hatte Käßmann nach Afghanistan eingeladen. Die frühere hannoversche Landesbischöfin bewertet den Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr kritisch.

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10.1.11