Fürbittempfehlung für den Sudan am 9. Januar

Nachricht 03. Januar 2011

Der Auslandsbischof der EKD, Martin Schindehütte, schreibt:



Der Rat der EKD bittet die Gliedkirchen, in den Gottesdiensten am 9. Januar 2011 (1. Sonntag nach Epiphanias) des Friedens- und Versöhnungsprozesses im Sudan fürbittend zu gedenken. Damit greift er gerne den an ihn durch den Sudanesischen Kirchenrat (SCC) herangetragenen Aufruf zur besonderen Fürbitte für den Sudan auf.



Mit einer Volksabstimmung entscheidet die Bevölkerung im Südsudan am 9. Januar 2011 über die Unabhängigkeit vom Norden. Damit soll der jahrzehntelang währende Konflikt zwischen Nord- und Südsudan, der mehr als zwei Millionen Menschen das Leben gekostet und doppelt so viele Flüchtlinge hervorgebracht hat, endgültig besiegelt und die Weichen für eine friedliche Zukunft gestellt werden. Ob allerdings ein nachhaltiger Frieden erreicht werden kann, betrachten Beobachter aufgrund verschiedener Machtinteressen mit Skepsis. In den kommenden, entscheidenden Wochen ist ein nachhaltiger Frieden für den Südsudan genauso greifbar nahe wie ein neuer, grausamer Bürgerkrieg.



Fürbittempfehlung zum 9. Januar 2011:



"Herr, unser Gott, wir bitten für die Menschen im Sudan: lass Frieden und Versöhnung einkehren in dem von Bürgerkriegen geschundenen Land, dass aus erlittenen Verletzungen nicht weiter Zwietracht und Krieg wachsen.



Schenke einen friedlichen Verlauf der heute beginnenden Volksabstimmung, damit die große Hoffnung auf dauerhaften Frieden endlich erfüllt wird.



Stehe allen Vertriebenen bei, die sich nach Rückkehr in die Heimat sehnen, damit sie sich nach Leid und Unrecht eine neue Zukunft aufbauen können. Sei ihnen und uns allen die strömende Quelle der Kraft. Stärke uns, dein Licht der Liebe und Hoffnung in die Welt zu tragen."



Mehr Informationen zur Lage im Sudan: http://www.ekd.de/international/sudan.html