Ihlower Lichtkathedrale zieht Besucher an

Nachricht 29. November 2010

Hunderte verfolgen Schauspiel „Illumination der Imagination“

Die Imagination der Ihlower Klosterkirche aus Stahl und Holz erhebt sich rund 45 Meter hoch. Sie  bildet mitten in einem Wald das größte Gotteshaus des Mittelalters zwischen Bremen und Groningen nach – etwa acht Kilometer südlich der Kreisstadt Aurich.

Die Imagination ist Herzstück der „Stillen Räume Ihlow“. Und Symbol für ein besonderes Stück europäischer Geschichte: Drei Jahrhunderte spielte die Ihlower Zisterzienserabtei „Schola Dei“ eine besondere Rolle unter den 120 Klöstern an der deutsch-niederländischen Küste. Sie war Archiv und Kanzlei für den Landfriedensbund der Friesischen Freiheit, zu dem zeitweise bis zu 30 „Bauernrepubliken“ von der Weser bis zum gehörten. 1529 ist die Ihlow-Abtei im Zuge der Reformation zerstört worden.

Jetzt ist die frühere Ihlower Klosterkirche als Imagination neu entstanden (2005-2009). So etwas wie die Seele ist der Raum der Spurensuche unterhalb des karminroten Stahl-Gewölbe-Ensembles. Funde, Grundmauern und ein neuer Altar. Hier lassen sich die Geschichte und spirituelle Dimension des Ortes erleben. Die wohltuende Stille, welche die Zisterziensermönche vor fast 800 Jahren hier gesucht haben, ist geblieben.

Träger der „Stillen Räume Ihlow“ ist der „Klosterverein Ihlow (e.V.)“. Kooperationspartner sind die Gemeinde Ihlow und der Ev.-luth. Kirchenkreis Aurich. Neben Führungen und Ausstellungen finden an der Klosterstätte kulturelle, touristische sowie kirchliche Veranstaltungen statt.

Mehr zur Klosterstätte Ihlow im Internet: www.kloster-ihlow.de

Ihlowerfehn – 29. November 2010

Klosterstätte „Stille Räume Ihlow“
Pastor Oliver Vorwald (Geschäftsführung)