Ralf Meister als neuer Landesbischof gewählt / Zusammenfassung

Nachricht 25. November 2010
Meister Wahl

Am 25. November 2010 hat die Landessynode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers den Berliner Generalsuperintendenten Ralf Meister zum Landesbischof gewählt. Er wird am 26. März 2011 in sein Amt eingeführt.

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-> Berichterstattung von der gesamten Tagung der Landessynode

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Pressemitteilung der Landeskirche mit Statements / Kurzbiografie

Ralf Meister als neuer Landesbischof gewählt

Die 24. Landessynode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers hat während ihrer VII. Tagung am Donnerstag, dem 25. November 2010, den Berliner Generalsuperintendenten Ralf Meister zum neuen Landesbischof gewählt. Meister bekam 64 von 76 abgegebenen Stimmen bei 12 Enthaltungen. Er  lag damit 12 Stimmen über der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit von 52 Stimmen. Sein Gegenkandidat, Dr. Wolfgang Gern, hatte am Mittwoch nach dem ersten Wahlgang seine Kandidatur zurückgezogen.

Ralf Meister wird am 26. März 2011 um 14 Uhr in der Marktkirche Hannover in sein Amt eingeführt.

Statements zur Wahl:

Jürgen Schneider, Präsident der Landessynode: "Ich bin froh und dankbar, dass wir heute als Landessynode mit deutlicher Mehrheit einen neuen Landesbischof gewählt haben. Mit Ralf Meister haben wir eine profilierte geistliche Persönlichkeit gewonnen. Die Landessynode bietet dem neuen Landesbischof ihre volle Unterstützung an und sieht mit Freude auf den Termin der Einführung. Wir wünschen ihm und seiner Familie Gottes Segen und daraus Kraft und Kreativität für den nun gemeinsamen Weg."

Jörn Surborg,  Vorsitzender des Landessynodalausschusses (LSA): "Die Landessynode hat mit der Wahl von Ralf Meister zum Landesbischof eine wegweisende Entscheidung für unsere Landeskirche getroffen. Der Landessynodalausschuss freut sich darauf, dass Ralf Meister insbesondere seine herausragende kommunikative Kompetenz und die Fähigkeit, zentrale kirchliche Themen in die Gesellschaft hineinzutragen, nun für unsere Landeskirche einbringen kann. Wir freuen uns auf eine gute und intensive Zusammenarbeit mit Landesbischof Meister."

Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen, stellvertretender Landesbischof: "Mit Ralf Meister ist ein Theologe an die Spitze der hannoverschen Landeskirche gewählt worden, der auf Teamarbeit setzt. Seine pastoralen Erfahrungen hat er überwiegend in der Stadt gesammelt, weshalb er die Herausforderungen durch die zunehmende Säkularisierung kennt. Zugleich schätzt er die noch vorhandene Glaubensbindung im ländlichen Raum und will sie stärken. Als Sprecher des Wortes zum Sonntag versteht er es, den Glauben verständlich in der Sprache unserer Zeit zu formulieren. Ich bin überzeugt, dass es ihm gelingen wird, Menschen für den Glauben zu gewinnen und unsere Kirche auf einen hoffnungsvollen Weg in die Zukunft zu führen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ralf Meister und wünsche ihm und seiner Familie für den Wechsel von Berlin nach Hannover viel Zuversicht und Gottes Segen."

Albrecht Bungeroth, Vorsitzender des Kirchensenats: "Der Kirchensenat ist froh und sehr dankbar, dass nach einem dreiviertel Jahr das Amt der geistlichen Leitung der Landeskirche wieder besetzt ist. Wir danken Herrn Meister, dass er bereit war, für dieses Amt zu kandidieren und wünschen ihm für sein weiteres Leben und Wirken alles Gute und Gottes Segen!"

Burkhard Guntau, Präsident des Landeskirchenamtes: "Mit Ralf Meister haben wir eine herausragende profilierte Persönlichkeit als neuen Landesbischof gewonnen. Das Wahlergebnis zeigt, dass Herr Meister von einer breiten Zustimmung der Landessynode getragen wird. Ich bin sicher, dass er diese Zustimmung genau so bei den Kirchengliedern unserer Landeskirche finden wird. Ich freue mich, dass Herr Meister seine fundierten Erfahrungen in die laufende Strukturveränderungen einbringen wird. Und ich bin mir sicher, dass er der christlichen Botschaft im öffentlichen Diskurs und im interreligiösen Dialog Gewicht und Stimme geben wird."

 

Ralf Meister im Kurzportrait

Ralf Meister wurde am 5. Januar 1962 in Hamburg-Neugraben geboren. Er ist verheiratet mit Dr. Dagmar Ulrich-Meister und Vater dreier Kinder: Juval (1989), Lotta (1999) und Tom-Lasse (2000).

Von 1982 bis 1983 absolvierte Meister seinen Zivildienst in Hamburg-Harburg in der mobilen Altenpflege und Behindertenbeförderung beim Deutschen Roten Kreuz (DRK).

Von 1983 bis 1985 studierte Meister Evangelische Theologie an der Universität Hamburg.

Im Rahmen eines Stipendiums des Arbeitskreises „Studium in Israel“ verbrachte Meister ein Studienjahr an der Hebräischen Universität in Jerusalem mit dem Schwerpunkt Judaistik und Biblische Archäologie. Nach der Fortsetzung seines Studiums an der Universität Hamburg (1986-1989) legte er im Juni 1989 in Hamburg sein Erstes Theologisches Examen ab. Nach dem Studium war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität in Hamburg tätig.

Von 1990 bis 1992 absolvierte Meister das Vikariat in Lauenburg/Elbe und wurde am 28. Mai 1992 in der Hamburger St. Michaelis-Kirche zum Dienst eines Pastors in der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche ordiniert.

Von 1992 bis 1996 war Meister in der Arbeitsstelle „Kirche und Stadt“ am Seminar für Praktische Theologie an der Universität Hamburg tätig. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Veröffentlichungen zu religions- und stadtsoziologischen Fragestellungen.

Seit 1994 ist Meister Rundfunkautor für Morgenandachten im Norddeutschen Rundfunk (NDR) und Deutschlandfunk (DLF).

Die Redaktion Kiel des Evangelischen Rundfunkreferates der norddeutschen Kirchen am Landesfunkhaus Schleswig-Holstein des NDR leitete Meister von 1996 bis 2001.

Im Jahre 2001 wurde Meister zum Propst des Kirchenkreises Lübeck der Nordelbischen Kirche berufen. Unter seiner Leitung bis 2008 hat der Kirchenkreis als erster der Landeskirche die Gemeindereform umgesetzt und Großgemeinden eingeführt.

Als Sprecher beim „Wort zum Sonntag“ in der ARD ist Meister seit 2004 engagiert. 

Seit 2008 ist Meister Generalsuperintendent des Sprengels Berlin in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, dem rund 800.000 Gemeindeglieder in 14 Kirchenkreisen Berlins und in dessen unmittelbaren Randgebieten angehören.

Dr. Johannes Neukirch
Pressesprecher der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers

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Links zu Sendungen mit Ralf Meister:

- am Sonntag, 28. November 2010, um 9.15 Uhr auf NDR 1 Niedersachen (Radiokirche)

- befragt von Claus Röck -> bei NDR kultur

- in der Tagesschau vom 25.11.2010

- bei "Hallo Niedersachsen" (25.11.2010)

- in Niedersachsen 18:00 Uhr (25.11.2010)

- im ekn-Wahlstudio während der Landessynode

- zusammen mit Wolfgang Gern im Gespräch mit Jan Dieckmann bei "Offen gesagt..." (gesendet am 21.11.2010)

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Politiker und Kirchenvertreter gratulieren künftigem Landesbischof Ralf Meister zur Wahl

Hannover (epd). Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) sowie evangelische und katholische Bischöfe haben Ralf Meister zu seiner Wahl zum hannoverschen Landesbischof gratuliert. Der Berliner Generalsuperintendent Meister (48) wurde am Donnerstag vom Kirchenparlament in Hannover im zweiten Wahlgang mit einer deutlichen Mehrheit gewählt. Sein Mitbewerber, der hessen-nassauische Diakonie-Chef Wolfgang Gern (59), hatte am Mittwochabend seine Kandidatur zurückgezogen.

McAllister wünschte Meister im Namen der Landesregierung Freude, Kraft und Erfolg im neuen Amt. "Viele Menschen suchen in der heutigen Zeit nach Orientierung und Halt", sagte der CDU-Politiker. Kirche und Politik müssten sich in der modernen Gesellschaft vielfältigen Herausforderungen stellen. Sie könnten dabei einen entscheidenden Beitrag für einen gemeinsamen Wertekanon leisten.

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, wünschte dem künftigen Bischof für sein Amt Gottes Geleit und eine glückliche Hand. Durch seine langjährige Leitungserfahrung als Propst in Lübeck und als Generalsuperintendent in Berlin sowie sein Engagement in Funk und Fernsehen bringe Meister viele Erfahrungen mit.

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Johannes Friedrich (München) sagte, mit Meister bekomme die hannoversche Landeskirche einen leitenden Geistlichen, der über fundierte Erfahrung im Umgang mit Pfarrerinnen und Pfarrern verfüge. Die Kirchen bräuchten solche Leitungspersönlichkeiten.

Der braunschweigische Landesbischof Friedrich Weber hieß Meister in Niedersachsen herzlich willkommen. Mit Meister erhalte die hannoversche Landeskirche einen profilierten Theologen, der in der Lage sei, die Positionen der evangelischen Kirche in der Öffentlichkeit offensiv und klar zu vertreten. Weber ist Ratsvorsitzender des Rates der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen.

Bremens leitender evangelischer Theologe Renke Brahms sagte, aus seiner Tätigkeit als Generalsuperintendent in Berlin bringe Meister vielfältige Erfahrungen mit, wie die Kirche Menschen im großstädtischen Umfeld erreichen könne. Der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg, Jan Janssen, ergänzte: "Wir freuen uns auf den kompetenten Gesprächspartner und die gemeinsame Aufgabe, die christliche Botschaft unter die Menschen in Niedersachsen zu bringen."

Für die schaumburg-lippische Landeskirche sagte Bischof Karl-Hinrich Manzke, er hoffe, dass sich mit der Wahl Meisters die Zusammenarbeit der evangelischen Kirchen in Niedersachsen weiter vertiefe. Der Kirchenpräsident der Evangelisch-reformierten Kirche, Jann Schmidt, sagte, Meister übernehme ein leitendes Amt in einer Zeit großer Herausforderungen für die Kirche. Dazu gehörten rückläufige Mitgliederzahlen und sinkende Einnahmen. Zugleich suchten viele Menschen nach Orientierung und blickten dabei mit großer Erwartung auf die Kirchen.

Die katholischen Bischöfe Franz-Josef Bode aus Osnabrück und Norbert Trelle aus Hildesheim sandten ebenfalls Glückwünsche. Mit Meister habe die Landeskirche Hannovers einen theologisch vielseitig gebildeten und seelsorglich erfahrenen neuen Bischof, sagte Bode. "Ich freue mich darauf, mit ihm gemeinsam an die gute ökumenische Tradition anzuknüpfen, die wir seit vielen Jahren hier in Niedersachsen haben."

Auch Trelle hofft auf ein gutes ökumenisches Miteinander. "Indem wir miteinander Zeichen des Glaubens setzen und unser christliches Erbe lebendig bezeugen, können wir den Menschen unserer Zeit Orientierung geben." Fragen nach der Würde des Menschen, der sozialen Gerechtigkeit, des Umweltschutzes und des inneren Friedens forderten evangelische und katholische Christen gemeinsam.
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

Glückwünsche im Original:

Nikolaus Schneider gratuliert Ralf Meister / EKD-Ratsvorsitzender zur Bischofswahl in Hannover
Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, hat dem Berliner Generalsuperintendenten Ralf Meister zu dessen Wahl zum Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers herzlich gratuliert und ihm auf dem Weg in das Amt „Gottes Geleit“ gewünscht.
Es sei eine „besondere Herausforderung“ des Bischofsamtes, so Schneider in seinem Glückwunschschreiben, „Werden und Wandel der Kirche Jesu Christi verantwortlich und tatkräftig mitzugestalten“, damit die Menschen „Glaubensgewissheit in ihren Lebensfragen“ bekommen und die Kirche ihrer „Verantwortung in unserer Gesellschaft“ gerecht werde. Aufgrund seiner langjährigen Leitungserfahrung als Propst in Lübeck und als Generalsuperintendent in Berlin sowie seinem Engagement in Funk und Fernsehen bringe Meister für die vor ihm liegenden Aufgaben viele Erfahrungen mit, so Schneider weiter.
Abschließend heißt es in dem Schreiben des Ratsvorsitzenden: „Für die Leitung Ihrer Landeskirche wünsche ich Ihnen eine glückliche Hand. Möge Ihr Dienst gesegnet sein und über die Hannoversche Landeskirche hinaus ausstrahlen auf die Evangelische Kirche in Deutschland.“

Leitender Bischof der VELKD gratuliert Ralf Meister
Hannover – Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), hat Ralf Meister anlässlich seiner Wahl zum Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers seine herzlichsten Glück- und Segenswünsche übermittelt. Mit dem 48-jährigen Pfarrer, der zurzeit noch als Generalsuperintendent von Berlin tätig ist, bekomme die hannoversche Landeskirche einen Leitenden Geistlichen, der „über fundierte Erfahrung im Umgang mit und der Führung von Pfarrerinnen und Pfarrern“ verfüge, so Friedrich in seinem Glückwunschschreiben. Gerade jetzt bräuchten „die Kirchen Leitungspersönlichkeiten, die es verstehen, in einer Zeit des starken Wandels das Evangelium fröhlich, substantiell und zugleich verständlich“ darzulegen und so die Gemeind! en zu ermutigen. Dies und die Fähigkeit „zu motivieren, sensibel zu leiten und über den theologischen Tellerrand zu schauen, kann Ihnen in Ihrem neuen Amt nur nutzen“, führte Friedrich aus. „Wir freuen uns für die Hannoversche Landeskirche und wir freuen uns in der VELKD, nicht zuletzt in der Bischofskonferenz, auf die Zusammenarbeit mit Ihnen.“ 

Landesregierung gratuliert Ralf Meister zu seiner Wahl zum Landesbischof: Für das neue Amt viel Freude, Kraft und Erfolg“
HANNOVER. Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister gratuliert dem neuen Bischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover, Ralf Meister, zu seiner heutigen Wahl durch die Synode: „Für Ihr neues, verantwortungsvolles Amt wünsche ich Ihnen im Namen der Niedersächsischen Landesregierung viel Freude, Kraft und Erfolg und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit.“
David McAllister: „Viele Menschen suchen in der heutigen Zeit nach Orientierung und Halt. Kirche und Politik müssen sich den vielfältigen Herausforderungen in einer modernen Gesellschaft stellen und einen entscheidenden Beitrag zur Festlegung eines gemeinsamen Wertekanons leisten. Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannover spielt dabei als zahlenmäßig größte Landeskirche Deutschlands eine besondere Rolle.“ Der Niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann ergänzte: „Als erfahrener Seelsorger möge es Ihnen in Ihrem neuen Amt gelingen, dass die frei- und frohmachende Botschaft des christlichen Glaubens die Köpfe und Herzen der Menschen erreicht. Zu dieser vornehmsten Aufgabe eines Bischofs wünsche ich Ihnen Gottes Segen.“
 
Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen, stellvertretender Landesbischof: "Mit Ralf Meister ist ein Theologe an die Spitze der hannoverschen Landeskirche gewählt worden, der auf Teamarbeit setzt. Seine pastoralen Erfahrungen hat er überwiegend in der Stadt gesammelt, weshalb er die Herausforderungen durch die zunehmende Säkularisierung kennt. Zugleich schätzt er die noch vorhandene Glaubensbindung im ländlichen Raum und will sie stärken. Als Sprecher des Wortes zum Sonntag versteht er es, den Glauben verständlich in der Sprache unserer Zeit zu formulieren. Ich bin überzeugt, dass es ihm gelingen wird, Menschen für den Glauben zu gewinnen und unsere Kirche auf einen hoffnungsvollen Weg in die Zukunft zu führen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ralf Meister und wünsche ihm und seiner Familie für den Wechsel von Berlin nach Hannover viel Zuversicht und Gottes Segen."

Landesbischof Weber gratuliert Ralf Meister zu seiner Wahl in Hannover
Braunschweig/Hannover. Landesbischof Weber hat Ralf Meister zu seiner Wahl zum Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gratuliert. Außerdem sprach er der Schwesterkirche seine Glückwünsche aus: Mit Meister erhalte sie einen profilierten Theologen, der außerdem in der Lage sei, die Positionen der evangelischen Kirche in der Öffentlichkeit offensiv und klar zu vertreten. „Ich heiße Ralf Meister in Niedersachsen herzlich willkommen und freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm“, sagte Weber, der auch Ratsvorsitzender der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen ist: „Ich schätze seine kooperative Art und wünsche ihm in seinem neuen Amt Gottes Segen.“ Gleichzeitig zollte der Landesbischof Wolfgang Gern Respekt, der nach dem  ersten Wahlgang seine Kandidatur zurückgezogen hatte. Gern sei ein hochkarätiger Kandidat gewesen, der alle Eigenschaften für das höchste Leitungsamt in der evangelischen Kirche besitze.

Landesbischof Manzke  beglückwünscht Ralf Meister zu seiner Wahl zum neuen Landesbischof 
Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke hat im Namen der Ev.-Luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe Generalsuperintendent Ralf Meister herzliche Glück- und Segenswünsche zu seiner Wahl zum neuen Landesbischof der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers übermittelt.

 "Lieber Bruder Meister, mit herzlichen Glück- und Segenswünschen grüße ich Sie zu Ihrer Wahl als neuen Landesbischof der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im Rahmen der Konföderation niedersächsischer evangelischer Kirchen - und wünsche Ihnen von Herzen Glück und Segen für Ihre großartige Aufgabe in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. Wie Sie möglicherweise wissen, bin ich selbst in der hannoverschen Landeskirche groß geworden - und freue mich, Sie als neuen Kollegen gewonnen zu haben.
Ich hoffe, dass sich die Zusammenarbeit zwischen den evangelischen Kirchen in Niedersachsen durch Ihre Wahl weiter vertieft - und dass Sie in der sehr anspruchsvollen Aufgabe in Hannover Stärkung und Unterstützung finden. Wo immer ich Sie unterstützen kann, tue ich das von Herzen gerne.
Gott behüte Sie in Ihrem Tun! Bis zu Ihrem Dienstbeginn im März bin ich
mit herzlichen Grüßen
Ihr Dr. Karl-Hinrich Manzke
 
Oldenburger Bischof Janssen gratuliert neuem hannoverschen Landesbischof
Der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg, Jan Janssen, hat Generalsuperintendent Ralf Meister zu seiner Wahl zum neuen Bischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gratuliert.
Im Anschluss an die Bekanntgabe des Wahlergebnisses erklärte Janssen: „Ich übermittle meine herzlichen Segenswünsche zur Bischofswahl in der Vorfreude auf eine weiterhin gute Nachbarschaft.“
Es sei gut für das Miteinander der Kirchen in Niedersachsen, dass das Bischofsamt in Hannover jetzt wieder besetzt sei und der Blick nach vorn gehen könne. In seinen bisherigen Leitungsfunktionen habe Meister hohe Kompetenz bewiesen, so Janssen. „Wir freuen uns auf den kompetenten Gesprächspartner und die gemeinsame Aufgabe, die christliche Botschaft unter die Menschen in Niedersachsen zu bringen.“
 
Hildesheimer Bischof Norbert Trelle gratuliert neuem Landesbischof von Hannover
Hildesheim (bph)  Der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle gratuliert Meister brieflich zur Wahl. Anbei der Brief des Hildesheimer Bischofs im Wortlaut:
„Zu Ihrer Wahl zum Bischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers gratuliere ich Ihnen und spreche Ihnen im Namen der Katholikinnen und Katholiken im Bistum Hildesheim meine Glückwünsche aus.
Als ich vor einigen Wochen in Hannover bei der Synode der EKD und bei der Generalsynode der VELK zu Gast gewesen bin, konnte ich die gute ökumenische Verbundenheit unserer Kirchen erfahren. Was die Bischöfe, die vor fünfzig Jahren zum Zweiten Vatikanischen Konzil versammelt waren, im Dokument über die Ökumene formuliert haben, sehe ich auch heute als unseren Auftrag an: ‚Vor der ganzen Welt sollen alle Christen ihren Glauben an den einen, dreifaltigen Gott, an den menschgewordenen Sohn Gottes, unsern Erlöser und Herrn, bekennen und in gemeinsamem Bemühen in gegenseitiger Achtung Zeugnis geben für unsere Hoffnung, die nicht zuschanden wird.‘ (Unitatis Redintegratio, Nr. 12.)
Indem wir miteinander Zeichen des Glaubens setzen und unser christliches Erbe lebendig bezeugen, können wir den Menschen unserer Zeit Orientierung geben. Fragen nach der Würde des Menschen, der sozialen Gerechtigkeit, des Umweltschutzes und des inneren Friedens in unserem Land fordern uns als evangelische und katholische Christen gemeinsam heraus.
Auf unsere erste persönliche Begegnung freue ich mich und bin gewiss, dass wir die guten Beziehungen, die zwischen der Landeskirche Hannovers und dem Bistum Hildesheim bestehen, pflegen und stärken können.
Zusammen mit den Katholikinnen und Katholiken im Bistum Hildesheim wünsche ich Ihnen für Ihre neuen Aufgaben Kraft und Gelassenheit, Mut und Freude. Möge Gott Sie mit seinem reichen Segen begleiten!“

Landessuperintendentin Spieckermann gratuliert Ralf Meister zur Wahl zum Landesbischof
 "Ich gratuliere Generalsuperintendent Ralf Meister sehr herzlich zu seiner Wahl zum neuen Landesbischof der Hannoverschen Landeskirche. So bedauerlich der vorzeitige Rücktritt des zweiten Kandidaten, des Vorstandsvorsitzenden des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau,  Dr. Gern, war, so sehr ist die mit 64 Stimmen deutliche Mehrheit für Ralf Meister ein stabiles Fundament und ein kräftiger Rückenwind. Persönlich freue ich mich in Hannover auf eine gute Zusammenarbeit und wünsche dem neuen Bischof von Herzen Gottes Segen für sein neues Amt," gratuliert Landessuperintendentin  Dr. Ingrid Spieckermann.

Landessuperintendent Klahr gratuliert dem neu gewähltem Landesbischof Ralf Meister
öso. Hannover/Ostfriesland. Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr gratulierte Generalsuperintendent Ralf Meister aus Berlin zu seiner Wahl als Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Die Landessynode wählte am 25. November den Nachfolger von Dr. Margot Käßmann. Im zweiten Wahlgang stimmten  76 Synodale mit 12 Enthaltungen und 64 Ja-Stimmen.  Dr. Wolfgang Gern hatte seine Kandidatur nach dem ersten Wahlgang überraschend zurückgezogen.   
„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ralf Meister als Landesbischof. Mit ihm bekommen wir einen mit umfangreichen Leitungsaufgaben erfahrenen und theologisch versierten Kirchenmann, dem es ein Anliegen ist, das Evangelium zeitgemäß in der Welt weiterzusagen. Er wird  unserer Landeskirche gut tun“, sagte Klahr gleich nach der Wahl. 
Er kennt Meister bereits von den Tagungen der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, auf denen beide als Synodale mitwirken.
Für das  verantwortungsvolle Amt eines Landesbischofs wünschte Klahr ihm Gottes Segen und sagte: „Wir freuen uns im Sprengel Ostfriesland darauf, dem neuen Landesbischof  den nord-westlichen Teil unserer Landeskirche Hannovers zu zeigen. Wir werden ihn hier mit offenen Türen und weiten Herzen empfangen.“

Landessuperintendent Gorka gratuliert dem künftigen Landesbischof zur Wahl
Am heutigen Donnerstag ist Ralf Meister in Hannover mit sehr großer Mehrheit der Synodalen der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers im zweiten Wahlgang zum neuen Bischof gewählt worden. Der Mitbewerber Dr. Wolfgang Gern hatte überraschend am Vorabend seine Kandidatur zurückgezogen. Er hatte im erstenWahlgang 33 Stimmen, Ralf Meister 36 Stimmen erhalten. Ein Mitglied der Synode hatte sich enthalten. Zur Wahl im zweiten Durchgang war heute eine Mehrheit von mindestens 2/3 der anwesenden Synodalen nötig. Von den anwesenden 76 Synodalen stimmten für Ralf Meister 64 mit "Ja". Es gab 12 Enthaltungen. Die Einführung des neuen Bischofs ist für den 26. März 2011 geplant.
Landessuperintendent Eckhard Gorka war bei der Wahl anwesend und gratulieret dem 48-jährigen Theologen zu seiner Wahl:Generalsuperintendent Ralf Meister gelten meine Glück- und Segenswünsche für seinen Dienst als künftiger Landesbischof unserer Landeskirche. Die Landessynode hatte die Wahl zwischen zwei sehr kompetenten Kandidaten. Beiden Kandidaten können wir dankbar sein.
 "Ich freue mich, dass die Landessynode sich mit dieser überzeugenden Mehrheit hinter den künftigen Bischof Meister gestellt hat. Der Sprengel Hildesheim-Göttingen ist überwiegend ländlich geprägt, mehr als 80 Prozent unserer Gemeindeglieder leben außerhalb der Städte.Mit besonderer Freude habe ich deshalb wahrgenommen, dass Generalsuperintendent Meister die Gemeinden im ländlichen Raum am Herzen liegen.
Unsere Kirche kann sich auf einen geistlich gegründeten, theologisch hoch kompetenten und sehr kommunikativen neuen Bischof freuen. Der Sprengel Hildesheim-Göttingen wird ihn bald nach seiner Einführung zu einer Bereisung des Südens der Landeskirche einladen.

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"Die Kirche bleibt eine prägende Gemeinschaft" - Der künftige hannoversche Landesbischof Ralf Meister im Interview

Hannover (epd). Der bisherige Berliner Generalsuperintendent Ralf Meister (48) wurde am Donnerstag zum neuen Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gewählt. Er übernimmt damit die Nachfolge von Margot Käßmann, die in Februar von ihrem Amt zurückgetreten war. Am 26. März 2011 wird Meister in Hannover in sein neues Amt eingeführt. Kurz nach der Wahl gab er den epd-Redakteuren Michael Grau und Ulrike Millhahn ein Kurzinterview:

epd: Herr Meister, stehen Sie als hannoverscher Landesbischof künftig an der Spitze eines Unternehmens, das seine größte Zeit schon hinter sich hat?

Meister: Ich glaube, dass die Kirche nach den Maßstäben von Größe oder Quantität überhaupt nicht eingeordnet werden kann. Die Kirche hat einen Auftrag, der vor 2.000 Jahren für eine kleine Schar Menschen in Israel wichtig geworden ist. Und daraus ist heute die prägende religiöse Gemeinschaft der Welt geworden. Auch in unserem Land, an manchen Stellen seit weit über tausend Jahren. Und wenn diese Gemeinschaft, diese religiöse Tradition heute vielleicht an manchen Punkten weniger Menschen erreicht als vor 20, 80 oder 150 Jahren, hat das in keiner Weise mit Niedergang oder Schwäche zu tun. Das ist eine kulturelle Veränderung, die nichts über die Kraft von Kirche sagt.

epd: Wo sehen Sie die hannoversche Landeskirche in 20 Jahren?

Meister: Ich glaube, dass es mehr Menschen geben wird, die aus einem überzeugten christlichen Glauben ihr Leben und ihr Handeln bestimmen lassen. Nicht nur in Gottesdiensten, sondern vor allen Dingen auch im Alltag und politisch. Und das Zweite: Ich glaube, dass wir noch manche entscheidende Veränderungen in der Organisation erleben werden. Wenn mir jemand vor 20 Jahren erzählt hätte, das es heute deutlich weniger Landeskirchen in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gibt als damals, wäre das schwer zu glauben gewesen. Bestimmte Vereinbarungen zwischen Landeskirchen, die zu einer engen Zusammenarbeit führen, werden sich vielleicht noch intensivieren. Das kann auch in Niedersachsen möglich sein. Ich glaube auch, dass sich die ökumenische Situation sehr deutlich verbessern wird.

epd: Was wird Ihre erste Tat als Landesbischof sein?

Meister: Die persönliche Herausforderung in den ersten Monaten wird sein, die ganze Landeskirche in den Blick zu nehmen. Im Mittelpunkt steht dabei, Menschen zu besuchen und kennenzulernen. Ich traue mir zu, alle 57 Kirchenkreise in den ersten 18 Monaten zu besuchen. In Berlin waren es 220 Kirchengemeinden in sechs Monaten.

epd: Sie sagten einmal, Sie wollten als erstes auf den Brocken steigen und sich die Landeskirche von oben ansehen. Bleibt es dabei?

Meister: Der Nachteil ist ja, dass der Brocken leider nicht zu dieser Landeskirche gehört. Aber natürlich finde ich das toll. Das ist eines der Projekte.

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
25.11.2010