Ökumenischer AIDS-Gedenkgottesdienst anlässlich des Welt-AIDS-Tages / 21.11., 18 Uhr, Marktkirche Hannover

Nachricht 16. November 2010

„AIDS-Gott-Hoffnung“ – versehen mit einem Fragezeichen – so laden derzeit in Hannover Plakate eines Bündnisses aus Hannöverscher AIDS-Hilfe, Lazaruslegion, Alt-Katholiken, Katholischer Region, Homosexuelle und Kirche, HIV- und AIDS-Seelsorge der Hannoverschen Landeskirche ein zum diesjährigen Ökumenischen AIDS-Gedenkgottesdienst anlässlich des Welt-AIDS-Tages (WAT).



Durch den diesjährigen Prediger Pfarrer Stefan Hippler, Kapstadt, dessen Buch „Gott-AIDS-Afrika“ wichtige Anfragen an den Umgang der Kirchen mit der Herausforderung durch HIV und AIDS nicht nur in Afrika stellt, erfährt dieser Gottesdienst seinen Schwerpunkt: die Anfrage an Theologie und Kirche als eine AIDS-sensible Kirche und für eine AIDS-Theologie, die gerade afrikanische Theologinnen angesichts einer Pandemie vorantreiben, vor der sich europäische Kirchen aber „wegducken“ (Zitat einer Ecumenical Advocacy Alliance-Verlautbarung zum WAT), die hier fehlt. Gilt im Norden der Welt HIV doch dank lebensverlängernder Medikamente (die weltweit weniger als die Hälfte der Infizierten bekommen, weitgehend im Süden und Osten) als „Chronische Erkrankung“ und fällt darum der Blick auf die anderen Herausforderungen dieser Erkrankung eher schwer: Ausgrenzung, mangelnde Information, Tabuisierung, Armut („Armut durch HIV“ bzw. „HIV durch Armut“), Gender-Fragen, Patent- und Handelsrechte etc. - „die“ und „wir“ eben. Ist Hoffnung für uns ein Thema, eine hinlängliche Herausforderung im Kontext Gott und AIDS, dem Syndrom, das nach wie vor tödlich ist?



In den Worten des Aktivisten und Musikers Peter Gabriel: „Wie zivilisiert jemand ist, erkennt man daran, wo er oder sie die Grenze zieht zwischen „denen“ und „uns“. Je mehr Menschen wir zu „uns“ zählen, um so besser wird alles werden.“ Für die Kirche Jesu Christi als einladende heilende Gemeinschaft eine Herausforderung „alle Morgen neu“ – weltweit und ganz nah!



Der Gottesdienst wird neben den genannten Gruppen gestaltet von be:sound Hannover und Schülerinnen und Schülern der Helene-Lange-Schule. Beginn am 21.11.2010 um 18.00 Uhr in der Marktkirche. In ihm wird auch derer gedacht werden, die im vergangenen Jahr im Raum Hannover an den Folgen von AIDS gestorben sind.



Die Kollekte wird gesammelt und geteilt zwischen dem Regenbogencafé in der MHH und dem AIDS-Projekt HOPE (www.hopecapetown.com) von Pfarrer Hippler in Südafrika.



Kontakt:

Pastor Dr. Ernst-Friedrich Heider,

-HIV- und AIDS-Seelsorge in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers,

Regionalkoordination Nord des Aktionsbündnisses gegen AIDS-

Haus kirchlicher Dienste

Archivstr. 3

30169 Hannover

aids-seelsorge@evlka.de