Bückeburger Bischof erinnert im Radiogottesdienst an Kriegsopfer

Nachricht 14. November 2010

Bückeburg (epd). Der Bückeburger Landesbischof Karl-Hinrich Manzke hat in einem Radiogottesdienst am Volkstrauertag an die Opfer der vielen Kriege erinnert. "Es bereitet uns Schmerzen, wenn wir auf die Kriege dieser Welt und die offenen Wunden schauen, aus denen Menschen und ganze Völker, die heute im Krieg stehen, bluten", sagte Manzke am Sonntag in der Bückeburger Stadtkirche. Der Gottesdienst wurde live vom Deutschlandfunk übertragen.

Mit der biblischen Seligpreisung "Selig sind die Friedfertigen" hätten sich viele Menschen "tapfer und entschlossen, gewaltlos und wagemutig gezückten Schwertern und aufgerüsteten Armeen in den Weg zu stellen versucht", sagte der leitende Theologe der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe. Am Ende hätten sie aber oft nichts dagegen ausrichten können.

Die Seligpreisung aus der Bergpredigt sei auch ein wirksamer Satz für die Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan. "Es gibt Zeiten, in denen auch durch Einsatz von Gewalt Schlimmeres verhindert werden muss und kann", sagte Manzke. Dies hätten die Deutschen im Zweiten Weltkrieg erfahren. Im Grenzfall müsse ein Volk mit Gewalt von Hass und Verblendung zurück in den Kreis der zivilisierten Völker geholt werden.

Internet: www.landeskirche-schaumburg-lippe.de

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
14.11.2010