Diakonie: "Bei guter Kassenlage nicht weiter bei Menschen mit Behinderungen sparen"

Nachricht 11. November 2010

Hannover. Statt 61 Millionen Euro will die Landesregierung 71,5 Millionen Euro für den Ausbau von Straßen zur Verfügung stellen, für 14 Millionen Euro sollen zwei neue Polizeihubschrauber angeschafft werden. "Das ist alles richtig und wichtig, passt aber nicht zu den radikalen Kürzungen in der Behindertenhilfe", sagt Dr. Christoph Künkel, stellvertretender Sprecher der Diakonie in Niedersachsen. Wenn so viel Geld für Straßen ausgegeben werden könne, dürfe nicht parallel bei der Unterstützung von Menschen gespart werden. Die Landesregierung plant bei der Behindertenhilfe Kürzungen in Höhe von 30,5 Millionen Euro.

"Die Pflege und Betreuung von Menschen mit schweren und schwersten Behinderungen ist aufwendig und damit personal- und kostenintensiv", so Künkel. Für viele Einrichtungen bedeuteten die Pläne Kürzungen von bis zu vier Prozent ihres Budgets. Das ziehe unweigerlich Einsparungen beim Personal nach sich.