Diakonie ermahnt Kommunen zur Wohnungslosenhilfe

Nachricht 03. November 2010

Hannover/Oldenburg (epd). Die Diakonie in Niedersachsen hat die Kommunen aufgerufen, sich mehr für die Wohnungslosen zu engagieren. Obwohl ein Hilfesystem gesetzlich vorgeschrieben sei, versuchten etliche Verwaltungen dies auf Kosten der Nachbarkommunen einzusparen, kritisierte Diakoniereferent Peter Szynka am Mittwoch in Oldenburg. Seit September koordiniert er die Wohnungslosenhilfe der Diakonie in Niedersachsen mit Sitz in Hannover. Rund 80 Prozent aller Hilfen für Wohnungslose werden von dem evangelischen Hilfswerk angeboten.

"Das Wegschicken von Wohnungslosen ist nicht statthaft. Wir leben doch nicht mehr im Mittelalter", sagte Szynka. Die Wohnungslosenhilfe solle die Obdachlosen flächendeckend beraten, betreuen und in eine eigenständig verantwortete Lebenssituation begleiten. Die Landesregierung prüfe derzeit, ob den kreisfreien Städten und Landkreisen mehr Verantwortung für die Wohnungslosenhilfe übertragen werden könne. Dies erfordere aber ein transparentes und effektives Qualitäts- und Dokumentationssystem.

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3.11.2010