Ausstellung blickt auf die liturgische Kleidung der Pfarrer

Nachricht 14. September 2010

Braunschweig (epd). Mit der Kleidung der Pfarrerinnen und Pfarrer im Gottesdienst befasst sich eine Ausstellung, die diesem Freitag in Braunschweig beginnt. Die Bedeutung liturgischer Gewänder als Ausdruck des Gotteslobes sei zum Teil in Vergessenheit geraten, sagte Pfarrerin Ingrid Drost-von Bernewitz am Montag. Die Auswahl von Talaren, Stolen und Alben gehöre jedoch zu jeder Gottesdienst-Vorbereitung, betonte die Studieninspektorin, die im Predigerseminar künftige Pfarrer ausbildet.

Die evangelische Landeskirche Braunschweig legt nach Angaben der Studieninspektorin grundsätzlich Wert auf ein einheitliches Bild. Der schwarze Talar sei eine Errungenschaft der Reformation. Auch Pfarrerinnen schätzten ihn. Inzwischen setzten die liturgischen Textilien allerdings auch farbige Akzente entsprechend dem Verlauf des Kirchenjahres. Violett stehe dabei für die Passionszeit, und Rot für Pfingsten.

Die Ausstellung ist bis zum 31. Oktober mittwochs bis freitags von 15 bis 18 Uhr und sonnabends von 10 bis 14 Uhr in der Braunschweiger Kirche St. Ulrici-Brüdern zu sehen. Gezeigt werden historische Gewänder und aktuelle Entwürfe aus der braunschweigischen Landeskirche sowie aus Bayern, England und Schweden.

Die Paramentenwerkstatt des Klosters St. Marienberg in Helmstedt hat sich an dem Ausstellungsprojekt beteiligt und zeigt unter anderem die Ergebnisse eines Wettbewerbs. Dabei ging es darum, das liturgische Gewand für einen Gottesdienst zum Valentinstag zu gestalten.

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
14.9.10