Die Zukunft des Netzwerks Mirjam steht nicht infrage

Nachricht 14. September 2010

„Die Arbeit des Netzwerkes Mirjam und damit auch der Babyklappe im Friederikenstift wird auf jeden Fall weitergehen. Alle Kooperationspartner wollen sich weiterhin engagieren.“ Dies erklärte Diakonie-Direktor Christoph Künkel. Gesucht werde lediglich ein neuer Träger, der die Koordination des 24stündigen Notrufes und die Beratungsarbeit für die Hilfesuchenden weiterführt.

Die Neue Presse Hannover hatte am 14.9.2010 berichtet, dass das Projekt unter der Schirmherrschaft der ehemaligen Landesbischöfin Margot Käßmann umstritten und fraglich sei. „Die Arbeit wird in der Landeskirche Hannover auch ethisch nicht infrage gestellt. Das Netzwerk Mirjam ist ein umfassendes Hilfesystem und bietet die Babyklappe nur als allerletzte Möglichkeit an. Vorrangig haben wir das Notrufsystem und die Beratung von vor allem jungen Frauen, die oft ungewollt schwanger werden. Zudem sorgen wir bei Bedarf für eine Unterbringung von Schwangeren und Müttern mit Kindern und leisten finanzielle Unterstützung.“

Die folgenden zwei Jahre sei auch die Finanzierung mithilfe der Landeskirche Hannover gesichert, stellte Künkel heraus. Das Netzwerk wird neben kirchlichen Mitteln vor allem aus Spenden getragen. „Wir sind auf Spender angewiesen, aber wir sind auch dankbar, dass dieses Projekt von vielen unterstützt wird“ so Christoph Künkel.

Der Ruhestand der bisherigen Koordinatorin ist der Anlass gewesen, einen schon länger geplanten Trägerwechsel nun konkret in die Tat umzusetzen. Künkel: „Mit diesem Schritt wollen wir die bisherige Qualität der Arbeit weiterhin sichern. Das Diakonische Werk wird die politische Dimension des Netzwerkes weiterhin offensiv vertreten, weil wir von den Inhalten der Arbeit völlig überzeugt sind.“

Informationen zum Netzwerk Mirjam finden Sie auch unter:
www.netzwerk-mirjam.de