Zeit für die Schöpfung beginnt mit Aufruf zur Veränderung

Nachricht 01. September 2010

In einer Botschaft zum Tag der Schöpfung am 1. September hat der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. seine Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise, von der viele Gesellschaften betroffen sind, zu „einem fundamentalen Kurswechsel“ führen werde, „hin zu einer tragbaren und nachhaltigen ökologischen Entwicklung“.

Kirchen aus zahlreichen Ländern und Traditionen werden sich in den nächsten 40 Tagen mit Gebeten und anderen Aktivitäten an der Zeit für die Schöpfung beteiligen.

Der verstorbene Ökumenische Patriarch Dimitrios I. eröffnete 1989 die Tradition des alljährlichen Gebets für die Umwelt, als er den 1. September, den Beginn des orthodoxen Kirchenjahres, zum Tag des Gebets für die Umwelt erklärte.

Heute ist der 1. September unter orthodoxen, protestantischen und katholischen Christen gleichermaßen als Beginn der Zeit für die Schöpfung bekannt, in der Kirchen und Gemeinden aufgerufen sind, der Verantwortung der Menschheit für die ganze Erde und für alles, was darinnen lebt, wächst und gedeiht, besondere Beachtung zu schenken.
Für 2010 schlägt der ÖRK vor, diese Schöpfungszeit bis zum 10. Oktober auszudehnen und sich damit einer globalen zivilgesellschaftlichen Bewegung anzuschließen, die am 10. Oktober 2010 Klimalösungen vorstellt und hervorhebt.

Da 2010 das Internationale Jahr der biologischen Vielfalt ist, werden viele Kirchen für die schillernde Vielfalt der Natur danken und für ihre Erhaltung beten. Zugleich laden ÖRK und AACC (Gesamtafrikanische Kirchenkonferenz) dazu ein, speziell für und mit den Menschen in Afrika zu beten, wo der Klimawandel die Biodiversität und das Wohlergehen der Menschen gleichermaßen bedroht. Die ÖRK-Website bietet Gebete und andere Texte und Ideen an, die für den lokalen Gebrauch abgeändert werden können.

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Der Ökumenische Rat der Kirchen fördert die Einheit der Christen im Glauben, Zeugnis und Dienst für eine gerechte und friedliche Welt. 1948 als ökumenische Gemeinschaft von Kirchen gegründet, gehören dem ÖRK heute mehr als 349 protestantische, orthodoxe, anglikanische und andere Kirchen an, die zusammen über 560 Millionen Christen in mehr als 110 Ländern repräsentieren. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit der römisch-katholischen Kirche. Der Generalsekretär des ÖRK ist Pfarrer Dr. Olav Fykse Tveit, von der (lutherischen) Kirche von Norwegen. Hauptsitz: Genf, Schweiz.
Internet: www.oikoumene.org