Armutskonferenz warnt vor Spaltung der Gesellschaft

Nachricht 30. August 2010

Hannover (epd). Die niedersächsische Landesarmutskonferenz hat vor einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft in Arme und Reiche gewarnt. "Seit 1998 hat die Armut in Niedersachsen um 40 Prozent zugenommen", sagte Sprecher Martin Fischer am Montag in Hannover. Nach den jüngsten Zahlen für 2009 sei die Armutsquote zwar minimal gesunken, jedoch sei die Reichtumsquote wieder um 0,3 Prozent gestiegen. Der Trend zur sozialen Spaltung sei damit nicht nachhaltig gestoppt.

Sprecher Horst-Peter Ludwigs sagte, das geplante Sparpaket der Bundesregierung werde das Armutsrisiko weiter vergrößern. Einschnitte beim Wohngeld für Geringverdienende oder die mögliche Abschaffung des Elterngeldes bei Beziehern des Arbeitslosengeldes II belasteten einseitig Menschen in prekären Lebenslagen.

Die Armutskonferenz forderte die Landesregierung zu nachhaltigen Schritten im Kampf gegen die Armut auf. Die Betroffenen und ihre Initiativen müssten daran beteiligt werden. Zur Armutskonferenz gehören die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, der Deutsche Gewerkschaftsbund sowie weitere soziale Verbände und Initiativen.

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30.8.10