Skulpturenpfad um den Jadebusen erzählt biblische Urgeschichte

Nachricht 27. August 2010

Feldhausen/Kr. Wesermarsch (epd). Der biblischer Skulpturenpfad rings um den Jadebusen bei Wilhelmshaven ist fertig. Insgesamt 15 Kunstwerke stellen auf rund 70 Kilometern die ersten elf Kapitel der Bibel dar, sagte der Initiator Pastor Frank Klimmeck (72) am Freitag vor Journalisten. Am 16. September soll der Pfad mit dem letzten Kunstwerk, dem Turmbau zu Babel, in Feldhausen eingeweiht werden. Die Einweihungspredigt werde der oldenburgische Bischof, Jan Janssen halten.

"Am westlichen Ufer ist in sieben Kunstwerken die Schöpfungsgeschichte dargestellt. Am Ostufer werden die biblischen Geschichten von der Vertreibung aus dem Paradies bis zum Turmbau zu Babel erzählt", erläuterte der Pastor in Ruhe. Neben den Kunstwerken sei stets eine Tafel mit dem biblischen Text angebracht.

Sieben bis zu 11,20 Meter spiralförmig zulaufende hohe Stahlstangen deuten den Turmbau am Deich von Feldhausen an. Der Bibel zufolge ließ Gott den Turm in Babylon noch während des Baus einstürzen. Die Menschen redeten plötzlich in unterschiedlichen Sprachen und teilten sich in die verschiedenen Völker auf. Rings um die Stangen lägen darum auf dem Boden 2.500 Tonziegel mit den Namen aller Völker in ihrer Sprache, sagte Klimmeck.

"Die Geschichten im 1. Buch Mose von der Schöpfung, dem Paradies und der Vertreibung daraus und der alles vernichtenden Sintflut kommen so oder ähnlich in allen Hochreligionen vor", sagte Klimmeck. Darum gehörten sie zum allgemeinen Erbe der menschlichen Erinnerungen. Der Pfad trage diese Geschichten in den öffentlichen Raum.

Die erste Skulptur zum biblischen Pfad sei im Jahr 2000 zur Expo in Deutschland errichtet worden. Von Beginn an seien alle Kunstwerke von den Künstlern autonom entworfen und hergestellt worden, betonte Klimmeck.

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27.8.10