Göttinger Flüchtlinge im Kirchenasyl bitten Härtefallkommission um Hilfe

Nachricht 26. August 2010

Göttingen (epd). Um ein Bleiberecht für zwei von der Abschiebung bedrohte Brüder aus dem Kosovo zu erreichen, bereitet der Göttinger Arbeitskreis Asyl eine Eingabe an die niedersächsische Härtefallkommission vor. Dem Anliegen soll mit einer Unterschriftenliste Nachdruck verliehen werden, teilte der Arbeitskreis am Donnerstag mit. Zurzeit befinden sich die Brüder im Kirchenasyl.

Vor gut zwei Monaten sollten insgesamt 24 Roma und Aschkali aus der Region Göttingen ins Kosovo abgeschoben werden. Kurz vor dem Termin flüchteten die Brüder ins Kirchenasyl. Beide leben nach Angaben des Arbeitskreises seit 19 Jahren in Deutschland. Sie seien hier aufgewachsen und in Göttingen sozialisiert worden. Eine Abschiebung in ein ihnen unbekanntes Land, in dem sie ausgegrenzt und verfolgt würden, sei mit Humanität und den Menschenrechten nicht zu vereinbaren.

Unterschriftenlisten könnten am Montag um 16 Uhr bei einer Kundgebung am Göttinger Kornmarkt oder bis spätestens Mittwoch im Buchladen Rote Straße in Göttingen abgegeben werden, hieß es.

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
26.8.10