Kirchen rufen am 3. September einen neuen ökumenischen Feiertag ins Leben

Nachricht 17. August 2010

Braunschweig. Landesbischof Weber hat die Gemeinden der Landeskirche Braunschweig aufgerufen, den ersten bundesweiten „Tag der Schöpfung“ am Freitag, 3. September, mit Gottesdiensten oder anderen geeigneten Aktionen zu begleiten. In seiner Funktion als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) hatte er den Tag auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München im Mai feierlich proklamiert. Je nach lokalen oder regionalen Gegebenheiten könnten die Gemeinden den Schöpfungstag aber auch an einem anderen Termin zwischen dem 1. September und dem 4. Oktober feiern. Der zentrale ökumenische Gottesdienst findet am 3. September um 17 Uhr in der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Brühl am Rhein statt.

Die Initiative zu einem „Tag der Schöpfung“ geht auf den orthodoxen Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Dimitrios I., zurück, bevor sie im ökumenischen Rahmen auf europäischer Ebene aufgegriffen wurde. Die Zweite Europäische Ökumenische Versammlung in Graz (1997) formulierte eine ähnliche Empfehlung, und auch in der 2001 unterzeichneten „Charta Oecumenica“ fand die Idee ihren Niederschlag. Die Dritte Europäische Ökumenische Versammlung in Sibiu (2007) führte den Gedanken fort. Darauf hin rief die ACK einen Beratungsprozess ins Leben, der 2009 in Augsburg mit dem Beschluss endete, in Deutschland einen „Tag der Schöpfung“ einzuführen.

Der Tag soll künftig jedes Jahr am ersten Freitag im September mit einer bundesweiten Feier begangen werden. Er soll dem ökumenischen Gebet für die Bewahrung der Schöpfung gewidmet sein, das den Lobpreis des Schöpfers und die Umkehr angesichts des menschlichen Vergehens an der Schöpfung umfasst. Gleichzeitig soll er dazu ermutigen, konkrete Schritte zur Bewahrung der Schöpfung einzuüben. Schöpfungsverantwortung, so Landesbischof Weber, beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München, sei eine „Grundaufgabe der Kirchen“.

Der liturgische Ablauf des zentralen ökumenischen Gottesdienstes sowie eine Arbeitshilfe der ACK Nordrhein-Westfalen sind als Download auf der Internetpräsenz der Landeskirche Braunschweig (www.landeskirche-braunschweig.de) verfügbar.

(Michael Strauß, Leiter der Pressestelle Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig)
17. August 2010