EKD-Ratsvorsitzender für Anhebung von Hartz-IV-Regelsätzen

Nachricht 08. August 2010

Hannover/Mainz (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat sich für eine Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze ausgesprochen. Im Gespräch mit ZDF-Moderator Peter Hahne sagte Schneider am Sonntag, die Konsequenz aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts mit Hinweis auf eine menschenwürdige Existenz sei eindeutig: "Die Hartz-IV-Sätze müssen nach oben gehen."

Gleichzeitig sprach sich Schneider, der auch Präses der rheinischen Landeskirche ist, mit Blick auf die Förderung armer Kinder für eine finanzielle Stärkung von Bildungseinrichtungen aus. "Das Geld muss eher ins System, etwa in Kitas und Musikschulen." Arme Kinder dürften jedoch nicht diskriminiert werden, mahnte Schneider. Das System einer Familienkarte, wie es in Stuttgart bestehe, sei daher überlegenswert.

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8.8.10