Mehr als ein Fünftel der Bevölkerung in Hannover und Bremen armutsgefährdet

Nachricht 30. Juni 2010

Wiesbaden/Hannover/Bremen (epd). Die Armutsgefährdung in deutschen Großstädten ist sehr unterschiedlich. Während im Jahr 2008 mehr als jeder vierte Leipziger Bürger (27 Prozent) armutsgefährdet war, lebte weniger als jede zehnte Münchner unter einem erhöhten Armutsrisiko. Auch in Hannover, Bremen und Dresden (jeweils 22 Prozent) sowie in Dortmund (21 Prozent) waren mehr als ein Fünftel der Bevölkerung einem erhöhten Armutsrisiko ausgesetzt, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit.

Damit war die Armutsgefährdung der Bevölkerung in den meisten Großstädten höher als im Bundesdurchschnitt von 14 Prozent. Neben München hatten lediglich Hamburg (13 Prozent), Frankfurt (14 Prozent), Düsseldorf (14 Prozent) und Stuttgart (14 Prozent) kein überdurchschnittliches Armutsrisiko.

Die Statistik beruht auf einer Auswertung des sogenannten Mikrozensus für die 15 Großstädte Deutschlands mit mehr als 500.000 Einwohnern. Gemäß einer Definition der Europäischen Union gelten Menschen als armutsgefährdet, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in dem jeweiligen Land auskommen müssen.

 

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30.06.2010