Diakonie-Chef Joachim von der Osten fristlos entlassen

Nachricht 25. Juni 2010

Oldenburg (epd). Die Diakonie im Oldenburger Land hat ihren kaufmännischen Vorstand Joachim von der Osten fristlos entlassen. Der Aufsichtsrat des Diakonischen Werkes wirft dem 51-Jährigen "Unregelmäßigkeiten in der Geschäftsführung" vor, teilte die Diakonie am Freitag mit. Diese seien bei einer internen Revision festgestellt worden. Auch die Staatsanwaltschaft sei bereits eingeschaltet worden.

Das Arbeitsverhältnis ist den Angaben zufolge bereits am Mittwoch mit sofortiger Wirkung aufgelöst worden. Damit endet die Tätigkeit von der Ostens drei Monate vor seinem geplanten Wechsel zum Diakoniewerk nach Osnabrück. Dort sollte er die alleinige Geschäftsführung des Diakoniewerks Osnabrück und seiner Tochtergesellschaften übernehmen.

Der Aufsichtsrat habe eine wirtschaftliche Sonderprüfung und die lückenlose Aufklärung der Vorgänge veranlasst, hieß es weiter. Alle Vorbereitungen für eine feierliche Verabschiedung von der Ostens seien gestoppt worden.

Von der Osten war seit 1983 in diakonischen Einrichtungen tätig und seit neun Jahren kaufmännischer Vorstand des Diakonischen Werkes Oldenburg. Das Werk ist Träger zahlreicher Einrichtungen der Alten-, Behinderten-, Jugend- sowie Suchtkrankenhilfe und ein Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen. Von der Osten ist Mitglied im Vorstand des Niedersächsischen und des Deutschen Evangelischen Verbandes für Altenhilfe und ambulante pflegerische Dienste e.V. (NEVAP und DEVAP).

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25.6.2010