Hannovers Stadtsuperintendent Heinemann offiziell eingeführt

Nachricht 13. Juni 2010

Hannover (epd). Im Beisein von rund 600 Gästen ist der neue evangelisch-lutherische Stadtsuperintendent von Hannover, Hans-Martin Heinemann (56), am Sonntagabend offiziell in sein neues Amt eingeführt worden. Regionalbischöfin Ingrid Spieckermann begrüßte ihn in einem Gottesdienst in der zentralen Marktkirche als "Hannovers neues Gesicht".

Als früherer Wiesbadener Dekan verfüge Heinemann über viel Erfahrung, wie kirchliches Leben in der Großstadt selbst- und qualitätsbewusst gestaltet werden könne, sagte Spieckermann. Sein "Blick von außen" werde der Kirche in Hannover gut tun.

Heinemann hatte seinen Dienst am 1. Juni angetreten. Er war im März vom Stadtkirchentag gewählt worden. Der Theologe leitet den Stadtkirchenverband Hannover mit 210.000 evangelischen Christen und Christinnen in 63 Gemeinden. Er übernahm die Nachfolge von Wolfgang Puschmann, der Ende November 2008 in den Ruhestand gegangen war.

In seiner Predigt warb Heinemann um Verständnis für Zuwanderer. "Vermutlich hat halb Deutschland einen Migrationshintergrund", sagte er. Aus der Seelsorge wisse er, dass es in vielen Familien "Fremdlingsgeschichten" gebe. In der Kirche könnten Zuwanderer eine Heimat finden.

Zu dem Gottesdienst waren neben Mitgliedern des Stadtkirchentages und der Marktkirchengemeinde, Superintendenten der benachbarten Kirchenkreise und Pfarrerinnen und Pfarrern aus Hannover auch Vertreter anderer Konfessionen und Religionen gekommen. Unter den Mitwirkenden der Feier war unter anderem Bischof Friedrich Weber aus der benachbarten braunschweigischen Landeskirche.

Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) sagte in einem Grußwort, der Stadtsuperintendent sei nicht nur wichtig für die Kirche, sondern für die ganze Stadt. Er sei eine "natürliche Autorität" und ein "Sprachrohr der Stadtgesellschaft". Für die hannoversche Landeskirche sagte der Präsident des Landeskirchenamtes, Burkhard Guntau, der Stadtkirchenverband stehe vor schwierigen Fragen. Doch Heinemann habe in Wiesbaden gezeigt, dass er "in allen Stürmen und Veränderungen" das Ziel stets fest im Auge gehabt habe.

Internet: www.kirche-hannover.de

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13.6.2010