Kirchliche Kritik an Sparpaket hält an

Nachricht 10. Juni 2010

Hannover/Hamburg (epd). Die kirchliche Kritik am geplanten Sparpaket der Bundesregierung hält weiter an. Die Kürzungen träfen die Falschen und verbauten Zukunftswege für Kinder und Jugendliche, schreibt der Geistliche Vizepräsident im Landeskirchenamt Hannover, Arend de Vries, in einem Gastbeitrag der am Wochenende in Hamburg und Hannover erscheinenden "Evangelischen Zeitung".

"Eine erste Übersicht zeigt, dass etwa die Hälfte der Kürzungssumme Menschen betrifft, die von Armut und Arbeitslosigkeit betroffen oder bedroht sind", schreibt der Theologe aus der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland. Er verweist auf eine Studie des Sozialwissenschaftlichen Institutes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), nach der die Zukunftschancen von Kindern vor allem von ihren Bildungsmöglichkeiten abhingen. Jede Kürzung bei Familien mit geringem Einkommen verhindere jedoch Bildungsgerechtigkeit.

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10.6.2010