Zentrale Trauerfeier für verunglückte Sprengmeister in Hannover

Nachricht 07. Juni 2010

Hannover (epd). Mit einem ökumenischen Gottesdienst in Hannover wollen sich an diesem Dienstag Angehörige, Freunde und Kollegen von den tödlich verunglückten Sprengmeistern aus Göttingen verabschieden. Die zentrale Trauerfeier in der evangelischen Marktkirche beginne um 14 Uhr, sagte eine Sprecherin der Zentralen Polizeidirektion am Montag dem epd. Daran beteiligten sich Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) und Polizeipräsident Christian Grahl sowie Marktkirchen-Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann und Polizeiseelsorger.

Drei erfahrene Sprengstoffexperten des niedersächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienstes im Alter von 55, 52 und 38 Jahren waren am Dienstag vergangener Woche bei der Explosion eines Blindgängers getötet worden. Sechs wurden verletzt, zwei davon schwer. Auf dem Göttinger Schützenplatz war eine Zehn-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg kurz vor der geplanten Entschärfung aus bislang ungeklärter Ursache vorzeitig detoniert.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst ist Teil der Zentralen Polizeidirektion in Niedersachsen. Polizeipräsident Grahl dankte unterdessen der Bevölkerung für die vielen Beileidsbekundungen aus dem In- und Ausland. Die Gewerkschaft der Polizei hat zu finanzieller Hilfe für die Hinterbliebenen der drei Getöteten und für die Verletzten aufgerufen. Spenden können unter dem Kennwort "Bombenräumung Göttingen" auf das Sonderkonto 110 der SEB-Bank (Bankleitzahl 25010111) überwiesen werden.

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7.6.2010