Sprengel Osnabrück will Kirchenkreise neu ordnen

Nachricht 20. Mai 2010

Osnabrück (epd). Die evangelisch-lutherische Kirche in der Region Osnabrück will ihre Verwaltung verschlanken und die Kirchenkreise neu ordnen. Mit Beginn des Jahres 2013 solle es nur noch ein Kirchenamt und ein Diakonisches Werk geben. Aus vier Kirchenkreisen sollten bis dahin drei werden, sagte Regionalbischof Burghard Krause am Donnerstag vor Journalisten. Nur so könnten die von der Landeskirche geforderten Einsparungen ohne Verluste für die Gemeinden vorgenommen werden. Das Landeskirchenamt in Hannover habe die Pläne genehmigt.



Die Kirchenkreise Melle und Georgsmarienhütte sollen zu einem Kirchenkreis zusammengelegt werden. Sie geben zuvor einige Randgemeinden an die Kirchenkreise Osnabrück und Bramsche ab. Die Superintendentin des Kirchenkreises Georgsmarienhütte, Doris Schmidtke, hatte bereits im Vorfeld erklärt, dann auf ihr Amt verzichten zu wollen.



Allein der Kirchenkreis Melle hatte sich zuvor mit großer Mehrheit gegen dieses Modell ausgesprochen. Die Mitglieder befürworteten einen großen Kirchenkreis anstelle der drei geplanten. Der Meller Superintendent Wolfgang Loos sagte, er gehe jedoch davon aus, dass dennoch alle Gemeinden an der Ausgestaltung der Pläne mitwirken werden.



Die Landeskirche hatte angesichts zurückgehender Kirchensteuereinnahmen und rückläufiger Mitgliederzahlen gefordert, dass Kirchenkreise ab 2020 nicht weniger als 45.000 Kirchenmitglieder haben sollten. Die Verwaltungen sollten Kosten sparen und Stellen von Pastoren und anderen Hauptamtlichen gestrichen werden. Die drei neuen Kirchenkreise haben ab 2013 zwischen jeweils 56.000 und 62.000 Mitglieder.



Durch die Zusammenlegung der Kirchenkreisämter und der Diakonischen Werke werde es keine Entlassungen geben, hieß es. Beide Verwaltungen sollen zentral in Osnabrück angesiedelt werden. Ein Diakonisches Werk im Osnabrücker Land könne gegenüber Stadt, Landkreis und auch in der Öffentlichkeit kompetenter auftreten, sagte Projektgruppenleiter Eckhard Kallert. Nur durch eine Verschlankung der Verwaltung könnten auch bei wegbrechenden Finanzen die Angebote ausgeweitet und auch in kleineren Orten erhalten bleiben.



epd lnb mas mil / 20. Mai 2010

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