Landeskirchliche Hotline für Fälle sexuellen Missbrauchs und sexueller Belästigung

Nachricht 18. Mai 2010
Sexueller Missbrauch und sexuelle Belästigung dürfen nicht mit dem Mantel des Schweigens bedeckt werden. Die Opfer und ihre Anliegen stehen dabei im Mittelpunkt. Unter der zentralen Rufnummer

0511 - 1241 - 477
täglich von 9 - 21 Uhr

bieten erfahrene Mitarbeitende von Beratungsstellen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers allen eine Beratung an, die aktuell oder in der Vergangenheit Opfer sexuellen Missbrauchs oder sexueller Belästigung sind oder waren.

Die Mitarbeitenden der Hotline sind zur seelsorglichen Verschwiegenheit verpflichtet, auch gegenüber kirchlichen Stellen. Sie bieten Gelegenheit zum Gespräch über das Erlittene, zeigen mögliche Hilfen auf und können Hinweise für weitere mögliche Schritte geben. Wie diese weiteren Schritte konkret aussehen, entscheiden dann die Betroffenen selbst.
Für die Verfolgung von Fällen sexueller Gewalt und sexuellen Missbrauchs gelten in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers klare und transparente Regeln:
- Anschuldigungen und Verdachtsmomenten wird unverzüglich und konsequent nachgegangen.
- Wenn sich daraus ein Verdacht ergibt, werden betroffene kirchliche Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen sofort vom Dienst suspendiert. Bei privatrechtich Beschäftigten wird das Arbeitsverhältnis fristlos gekündigt, bei Pastoren und Pastorinnen wird ein Disziplinarverfahren eingeleitet.
- Eine enge Zusammenarbeit mit den Justizbehörden ist selbstverständlich. Wenn ein Verdacht strafrechtliche Bedeutung besitzt und die Staatsanwaltschaft noch nicht selbst ermittelt, wird nach Anhörung der beschuldigten Person Strafanzeige erstattet.

Weitere Informationen, s. "Downloads":
- Ansprechpersonen für Missbrauchsopfer in Gliedkirchen der EKD
- Hinweise für den Umgang mit Fällen von Pädophilie, sexuellem Missbrauch Minderjähriger
und Kinderpornographie bei Mitarbeitern /Mitarbeiterinnen der evangelischen Kirche