Altbischof Huber fordert respektvollen Umgang in der Ökumene

Nachricht 15. Mai 2010

München/Oldenburg (epd). Der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, hat die Christen aufgefordert, "in der Ökumene respektvoll mit unserer Unterschiedlichkeit umzugehen". Das vielfältige Christentum biete für jeden eine geistliche Heimat, sagte der Berliner Altbischof am Sonnabend in München beim 2. Ökumenischen Kirchentag.

Der oldenburgische evangelische Landesbischof Jan Janssen bezeichnete das orthodoxe Vespermahl am Freitagabend in München als "ein Geschenk Gottes" und ein Zeichen des respektvollen Umgangs unter Christen unterschiedlicher Konfessionen. Bei der Feier auf dem Odeonsplatz hatten mehr als 20.000 Menschen von der orthodoxen Kirche gesegnetes Brot geteilt. Mit Blick auf ein mögliches gemeinsames Abendmahl von Protestanten und Katholiken mahnte Janssen jedoch zur Geduld.

Pater Anselm Grün aus dem Kloster Münsterschwarzach sagte, die gegenwärtige Krise der katholischen Kirche müsse als Chance zur Erneuerung genutzt werden: "Ich hoffe, dass die Kirche gereinigt wird und wir wieder demütiger werden."

Der 2. Ökumenische Kirchentag in München endet am Sonntag mit einem Abschlussgottesdienst. An dem Treffen beteiligten sich den Veranstaltern zufolge mehr als 125.000 Dauerteilnehmer.

epd lnb jön kfr/mil/15.5.2010
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