Gemeinwesendiakonie: Empowerement für benachteiligte Stadtviertel

Nachricht 14. Mai 2010

München. "Arme Menschen sind in vielen christlichen Gemeinden
wenig oder gar nicht sichtbar. Kirche kann aber nur eine Kirche Jesu Christi sein, wenn sie sich den Armen gegenüber öffnet und sich für deren Teilhabechancen einsetzt", sagte Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik am Donnerstag in München.

Die Verarmung ganzer Stadtteile stelle eine große Herausforderung für die Kirchen dar. "Hier ist mehr gefordert als die Mahner- und Notversorgerrolle. Als "Gemeinwesendiakonie" sollen sich Kirchengemeinden zusammen mit der Diakonie einmischen und Verantwortung für die soziale Stadtentwicklung übernehmen. "Das heißt auch, Gemeindearbeit neu zu verstehen und Kirche und Gemeindehaus für Angebote des Stadtteils zu öffnen. Kirche kann so zu einer Herberge für alle werden, auch für zugewanderte Christen, Angehörige anderer Glaubensgemeinschaften sowie auch kirchenferne Gruppen." Damit werde Kirche möglicherweise eine andere Kirche und entspräche mehr dem Leitbild der Kirche Jesu Christi.



Beim Ökumenischen Kirchentag in München diskutierten am Donnerstag Vertreter von Diakonie und Caritas sowie evangelischer und katholischer Kirche über die Potentiale, die Kirchengemeinden für Nachbarschaftsentwicklung einbringen können.



Weitere Informationen zum Thema Gemeinwesendiakonie finden Sie unter www.gemeinwesen-diakonie.de

Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V.

Ute Burbach-Tasso, Pressesprecherin

www.diakonie.de


14.5.2010