Letzte Ruhe im Rosengarten - Neues Bestattungsmodell auf dem Celler Stadtfriedhof

Nachricht 03. Mai 2010

Celle (epd). Auf dem Stadtfriedhof in Celle können Menschen künftig in einem Rosengarten ihre letzte Ruhestätte finden. Der Garten mit etwa 1.000 Pflanzen biete Platz für die Asche von 500 Verstorbenen, sagte am Montag der Initiator Heinrich Boje. Der Krematoriumsleiter betreibt den Garten in Zusammenarbeit mit der Stadt. Er denkt darüber nach, diese neue Form der Bestattung unter dem geschützten Namen "Rosenfrieden" auch für andere Regionen anzubieten.

Die ersten Bestattungen in dem Rosengarten soll es nach seinen Angaben im Sommer geben. An die Verstorbenen erinnere jeweils eine Bronzetafel mit Namen und Lebensdaten. Diese werde an einer Stele dort angebracht, wo die Urne unter einem Rosenstock begraben liegt, erläuterte Boje. Im Festpreis von 3.945 Euro sei auch die Pflege durch einen Gärtner für 20 Jahre enthalten. "Die Angst vor der Grabpflege ist der Anfang der Anonymität", sagte Boje: "Und anonym ist immer traurig."

Die evangelische Kirche der Region ist nach Angaben ihres Sprechers Uwe Schmidt-Seffers nicht an dem Projekt beteiligt. Sie habe aber keine Bedenken gegen diese Form der Bestattung. Für die Kirche sei es wichtig, dass Menschen nicht anonym an einem Ort bestattet würden, der für alle zugänglich sei.

Internet: www.rosenfrieden.de

epd lnb mir mig/3.5.2010
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