Landessuperintendent Krause eröffnet "Himmelsterrasse" auf der Landesgartenschau in Bad Essen

Nachricht 02. Mai 2010

Bad Essen/Kr.Osnabrück (epd). Der Osnabrücker Landessuperintendent Burghard Krause hat die Besucher der Landesgartenschau in Bad Essen bei Osnabrück aufgefordert, ihren Wohlstand mit den Hungernden in der Welt zu teilen. Das aufwändige Blütenmeer, "den Augenschmaus der Wohlsituierten, kann man eigentlich guten Gewissens nur genießen, wenn man wenigstens an einer Stelle mithilft, dass auch dort Leben aufblüht, wo es keine Zaubergärten gibt", sagte Krause am Sonntag zur Eröffnung der sogenannten Himmelsterrasse. Sie ist der Beitrag der Kirchen zur vierten Landesgartenschau, die noch bis Mitte Oktober dauert.

Krause ermunterte die Menschen, die Schöpfung Gottes nicht nur als Objekt der Forschung und Bemächtigung zu sehen. "Wir sind nicht die Selbermacher. Wir sind angewiesen auf Gott", sagte der evangelische Landessuperintendent. Das Wunder der Schöpfung könnten auch Landschaftsgärtner nicht bewirken. Deshalb sei die Himmelsterrasse "ein Ort, der zum Glauben verlockt an den Schöpfer, der uns die Blütenpracht von Bad Essen schenkt". 

Die begehbare Himmelsterrasse ist ein gemeinsames Projekt des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Melle und katholischen Dekanates Osnabrück-Nord. Sie ist aufgeschichtet an einem Waldhang aus 135 Kubikmetern Buchenholz-Scheiten und wirkt wie ein überdimensionales Kaminholzlager. Oben auf der Terrasse mit Blick weit über Bad Essen hinaus erhebt sich ein mit Blumen geschmückter Altar aus Gras aus dem Boden. Für die Bepflanzung hat Projektleiter Ingo Scherbhoff Großpflanzen wie Dattelpalmen, Feigenbäume oder Granatapfelbäume aus Italien kommen lassen. "Wir haben uns an den biblischen Pflanzen orientiert", erläuterte der Gemeindepastor, der vom evangelischen Kirchenkreis Melle für die Organisation der Himmelsterrasse freigestellt wurde.

Die Landesgartenschau präsentiert unter dem Motto "Ein Bad im Blütenmeer" auf rund 22 Hektar Fläche mehr als 50 Themengärten, Gartenfestivals und Blumen-Schauen. Schauplätze sind der historische Ortskern, der Kur- und Solepark, das ehemalige Hallenbad und das Schloss Ippenburg, das bereits seit Jahren eigene Gartenfestivals veranstaltet. Rund 400.000 Besucher werden insgesamt erwartet.

Die Kirchen sind auf der Himmelsterrasse mit mehr als 250 von insgesamt rund 700 Veranstaltungen einer der Hauptveranstalter. Sie bieten Musik und Theater, Gottesdienste und Ausstellungen sowie Lesungen und Aktionen rund um Blumen, Pflanzen, Gärten und Paradiese an. Dabei wirken mehr als 2.000 Menschen mit. Andachten und Gottesdienste sind ausnahmslos ökumenisch. 

Internet: www.himmelsterrasse.de

epd lnb mas mig/2.5.2010
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