Internationale Experten gegen Rassismus besuchen die hannoversche Landeskirche

Nachricht 01. Mai 2010

Am Mittwoch, dem 5. Mai 2010, besucht ein internationales Expertenteam für die Themen Rassismus und Diskriminierung die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers. Die fünf Gäste aus Uganda, Indien, Südafrika, Großbritannien und den USA nehmen an einer deutschlandweiten Konsultationsreise zum Thema "Am Rand und in der Mitte - Rassismus in Deutschland / Ökumenische Besuchsreise zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit" teil. In Hannover werden sie sich über die Aufgaben des Landespräventionsrates Niedersachsen informieren, mit dem die Friedensarbeit der Landeskirche seit mehreren Jahren zusammenarbeitet.



Am Donnerstag, dem 6. Mai 2010, wird das Expertenteam die Stadt und den Kirchenkreis Verden besuchen. In Gesprächen werden Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums am Wall das Konzept: "Schule gegen Rassismus / Schule mit Courage" vorstellen. Darüber hinaus sind Gespräche mit Vertretern des "Verdener Bündnisses gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Toleranz" und mit dem Verein für Regionalgeschichte über die Aufarbeitung der NS-Herrschaft geplant. Anschließend besucht das Team den Evangelischen Jugendhof Sachsenhain.



Die Friedensarbeit der hannoverschen Landeskirche hat eine Reihe kirchlicher Projekte in Niedersachsen initiiert, die über die Gefahren rechtsextremistischen Gedankenguts informieren und Gegenstrategien entwickeln. Oberlandeskirchenrat Rainer Kiefer sagt: "Wir wünschen uns von unseren Gästen einen kritischen, aber auch ermutigenden Blick auf die Arbeit, die zu diesem wichtigen Thema in Kirche und Zivilgesellschaft geschieht. Menschenwürde und Gerechtigkeit sind zentrale Themen unseres evangelischen Selbstverständnisses. Unsere ökumenischen Gäste sind auch in diesem Zusammenhang wichtige Gesprächspartner. Die Erfahrungen aus den Kontexten Afrikas, Indiens und den USA, die im Laufe der Besuchsreise eingebracht werden, können für uns wichtige Anregungen bieten", so Kiefer.



Hannover, 30.4.2010

Pressestelle der Landeskirche

Dr. Johannes Neukirch

Pressesprecher