Uhlhorn-Hospiz in Hannover feiert zehnjähriges Bestehen

Nachricht 18. April 2010

Hannover (epd). Das Uhlhorn-Hospiz in Hannover feiert mit einer Festwoche vom 19. bis zum 24. April sein zehnjähriges Bestehen. Nahezu 1.000 Menschen hätten in dem Hospiz bisher ihre letzten Wochen und Monate bis zu ihrem Tod verbracht, teilten die Diakonischen Dienste Hannover als Träger der Einrichtung mit. Im Jahr 2000 seien die ersten Bewohner in den Neubau auf dem Gelände eines früheren britischen Militärhospitals gezogen.

Die unheilbar kranken Bewohner leiden etwa unter Krebs im Endstadium, Aids oder an chronischen Herz-, Nieren- oder Lungenerkrankungen. 16 Mitarbeiter versorgen sie rund um die Uhr. Zu den Betreuern gehören ausgebildete Pflegekräfte, Sozialarbeiter, Hausärzte, Schmerztherapeuten und Seelsorger. Der jüngste Bewohner war den Angaben zufolge 15 Jahre alt, als er starb, die älteste Bewohnerin 99 Jahre.

Zu Beginn der Festwoche unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) predigt der ehemalige evangelische Stadtsuperintendent Hans-Werner Dannowski an diesem Montag um 17 Uhr in der Neustädter Kirche. Zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Wie viel Tod verträgt der Mensch?" werden am 23. April um 17 Uhr unter anderen der Soziologe Oskar Negt sowie der evangelische Ethik-Experte und Superintendent Ralph Charbonnier erwartet. Außerdem sind Konzerte und eine Vorführung des Films "Kirschblüten-Hanami" von Doris Dörrie geplant.

Das Uhlhorn-Hospiz, eines von drei Hospizen in Hannover, wurde als gemeinsames Projekt des Evangelischen Diakoniewerks Friederikenstift und der Henriettenstiftung gegründet. Insgesamt bestehen in Niedersachsen derzeit 16 stationäre Hospize.

Internet: www.uhlhornhospiz.de

epd lnb mig jön/18.4.2010
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