Wulff spricht bei Festakt zur Wiedereröffnung des Kaiserdomes in Königslutter

Nachricht 07. April 2010

Königslutter/Kr. Helmstedt (epd). Nach der Wiedereröffnung des Kaiserdomes in Königslutter mit einem Gottesdienst am Ostersonntag hat die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz zu einem Festakt mit Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) am 25. April um 17 Uhr eingeladen. Neben Wulff wird auch der braunschweigische Landesbischof Friedrich Weber ein Grußwort sprechen, teilte die Stiftung am Dienstag mit. Im Mittelpunkt des Festaktes steht die Uraufführung des "Magnificats" für zwei Soprane und Orchester des aus dem Braunschweiger Land stammenden Komponisten Manfred Trojahn.



Der Kaiserdom war in den vergangenen zehn Jahren für rund 8,6 Millionen Euro saniert worden. Die Wiedereröffnung geschehe bewusst in zwei Schritten, sagte der Direktor der Stiftung, Tobias Henkel. Der Dom sei mit dem Ostergottesdienst und der Predigt des evangelischen Landesbischofs zunächst wieder für die Nutzung als Kirche freigegeben worden. Erfreut äußerte sich Henkel darüber, dass auch der katholische Bischof Norbert Trelle aus Hildesheim an dem Gottesdienst teilgenommen hatte.



Der ab 1135 errichtete Dom in Königslutter ist als Stifts- und Grabeskirche Kaiser Lothars III. entstanden. Er gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der Romanik in Deutschland. Eigentümerin ist die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz.



Der Komponist Trojahn hat sein "Magnificat" speziell für die Wiedereröffnung des Kaiserdoms geschaffen und wird das Werk am 25. April selbst dirigieren. Der 60-jährige wurde in Cremlingen bei Braunschweig geboren. Er lebt heute in Paris und Düsseldorf und arbeitet als Komponist, Dirigent und Opernregisseur. Trojahn ist Professor für Komposition und Mitglied der Akademie der Künste. Von 2004 bis 2006 war er Präsident des Deutschen Komponistenverbandes.



epd lnb lau mig / 6. April 2010

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