Stellvertretender Bischof Jantzen ruft zu ökumenischem Miteinander auf

Nachricht 04. April 2010

Hannover/Lüneburg (epd). Der stellvertretende hannoversche Landesbischof Hans-Hermann Jantzen hat in seiner Osterpredigt zum ökumenischen Miteinander der Christen aufgerufen. "Das Gemeinsame bleibt wichtiger als das Trennende", sagte der Lüneburger evangelische Regionalbischof am Ostersonntag in der Lüneburger St.Johanniskirche: "Diese Erinnerung ist der Motor für alle ökumenischen Bemühungen, und verbindet uns in diesen Tagen besonders mit unseren katholischen Geschwistern."



Jantzen bedauerte, dass Katholiken und Protestanten in einem ökumenischen
Gemeindezentrum in Lüneburg im gemeinsamen Gottesdienst zur Osternacht das Abendmahl und die katholische Eucharistie nicht mehr in einem Raum feiern dürften. Christen vor Ort hätten ihr Unverständnis über eine entsprechende bischöfliche Verfügung der katholischen Kirche zum Ausdruck gebracht. Das Fundament des Glaubens sei stärker als die Unterschiede zwischen den Konfessionen, auch wenn die Frömmigkeitspraxis in der Christenheit im Laufe der Zeit weit auseinandergetreten sei, betonte Jantzen.



Der Lüneburger Landessuperintendent hatte Ende Februar nach dem Rücktritt von Margot Käßmann kommissarisch die bischöflichen Aufgaben in der hannoverschen Landeskirche übernommen. Ostern steht in diesem Jahr auch im Zeichen des bevorstehenden zweiten Ökumenischen Kirchentags vom 12. bis 16. Mai in München. Zu dem Großereignis werden rund 100.000 Dauerteilnehmer erwartet.



epd lnb mig / 4. April 2010

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