Pastor Frank Waterstraat zum Leiter des "Kirchlichen Dienstes in Polizei und Zoll" ernannt

Nachricht 13. März 2010

Der Rat der Konföderation Evangelischer Kirchen in Niedersachsen hat Pastor Frank Waterstraat (47) zum Leiter des "Kirchlichen Dienstes in Polizei und Zoll" ernannt. Waterstraat ist seit 2004 Beauftragter für Notfallseelsorge der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und übernimmt seine neue Aufgabe am 1. Oktober 2010. Er folgt Pastor Jobst-Heinrich Ubbelohde nach, der dieses Amt 15 Jahre ausübte.

Der Kirchliche Dienst in Polizei und Zoll ist seit 1989 eine konföderierte Einrichtung, die neben einem Seminarprogramm und unterschiedlichen berufsethischen Fortbildungen für Polizeibeamten und –beamtinnen die seelsorgerliche Begleitung einzelner Beamter und Beamtinnen in schwierigen persönlichen und dienstlichen Situationen – insbesondere auch bei der Begleitung von größeren Einsätzen – zur Aufgabe hat.

Seit seiner Ausbildung zum Freiwilligen Feuerwehrmann 1992 ist die Notfallseelsorge das zentrale berufliche Thema für Frank Waterstraat. Er kann zahlreiche Vorträge, Seminare und Veröffentlichungen zum Thema der Bewältigung belastender Einsatzerfahrungen und zur Notfallseelsorge vorweisen. Er hat außerdem umfangreiche interdisziplinäre Kontakte zu verschiedenen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, u. a. zur Polizei und zu benachbarten Fachdisziplinen geknüpft. Waterstraat ist Träger mehrerer Auszeichnungen durch Feuerwehr und DRK, u. a. des Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuzes in Silber und der Ehrennadel in Silber des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen.

Waterstraat sagt zu seiner neuen Aufgabe: "Im Einsatz begegnen Polizistinnen und Polizisten immer wieder Menschen an der Grenze von Gut und Böse, Falsch und Richtig, Leben und Tod. Dabei können sie selbst auch an ihre eigenen Grenzen geraten, wenn ihre Strategien zur Bewältigung des Erlebten nicht ausreichen und mehr Fragen als Antworten nach Einsätzen zurückbleiben. Das gilt besonders, wenn Kinder betroffen sind, junge Menschen oder eigene Kolleginnen und Kollegen. Steigende Anforderungen in der Aus- und Fortbildung und an die Qualität des beruflichen Handelns sowie eine insgesamt angespannte Personalsituation können zu deutlichem Stresserleben führen, das sich auch auf das Privatleben auswirkt. Polizistinnen und Polizisten stehen, wie viele andere Menschen, vor der Herausforderung, Arbeitswelt und Privates in ein ausgewogenes, gesundes Verhältnis zu bringen. Dafür soll mein Herz in der Polizeiseelsorge schlagen: gemeinsam mit den Mitarbeitenden des Kirchlichen Dienstes in Polizei und Zoll ein Ansprechpartner für die berufs- und einsatzbezogenen Fragen und die des privaten Lebens außerhalb des Dienstes zu sein." 

Weitere Informationen: http://www.kirchlicher-dienst-in-pz.de/

Hannover, 13. März 2010
Pressestelle der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen
Dr. Johannes Neukirch, Pressesprecher