Kirchensenat bereitet Bischofswahl nach Käßmanns Rücktritt vor

Nachricht 10. März 2010

Hannover (epd). Der Kirchensenat der hannoverschen Landeskirche hat am Dienstag mit der Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin für die zurückgetretene Landesbischöfin Margot Käßmann begonnen. Der Senat ist ein Runder Tisch, an dem Vertreter aus allen kirchenleitenden Gremien zusammenkommen, sagte Kirchensprecher Johannes Neukirch. Für die bevorstehende Wahl sei er um die beiden Synodalen Michael Thiel (Gifhorn) und Oliver Bischoff (Peine) erweitert worden.

Laut Kirchenverfassung gehört es zu den Aufgaben des Senats, bis zu drei Kandidaten für das Bischofsamt vorzuschlagen. Die Wahlvorschläge werden sechs Wochen vor dem Wahltermin öffentlich gemacht. Der früheste Zeitpunkt für die Wahl durch die Synode ist Neukirch zufolge die Frühjahrstagung vom 2. bis 5. Juni. Spätestens solle das Kirchenparlament bei seiner Herbsttagung vom 23. bis 26. November wählen. Auch eine Sondersynode zwischen den Sommer- und Herbstferien sei denkbar. 

Derzeitige Mitglieder des Kirchensenats sind der Präsident des Landeskirchenamtes, Burkhard Guntau, Vizepräsident Arend de Vries und der Lüneburger Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen als Vertreter des Bischofsrates. Jantzen, der seit dem 25. Februar als Bischofsvikar kommissarisch das Bischofsamt leitet, vertritt in dem Gremium somit auch die Stelle eines Bischofs.

Weiter gehören dem Senat insgesamt fünf Mitglieder aus der Landessynode an, unter ihnen Synodenpräsident Jürgen Schneider und der Vorsitzende des Landessynodalausschusses Jörn Surborg. Außerdem sind in dem Gremium noch vier Mitglieder aus der Landeskirche vertreten, die die Synode gewählt hat.

Der Gifhorner Superintendent Michael Thiel und Förderschullehrer Oliver Bischoff wurden für das anstehende Wahlverfahren vom Landessynodalausschuss entsandt, der das Kirchenparlament zwischen seinen Tagungen vertritt. Thiel ist Vorsitzender der eher konservativen Gruppierung "Lebendige Volkskirche", Bischoff nimmt als Stellvertreter diese Position für die "Gruppe Offene Kirche" wahr. Vorsitzender ist hier Jörn Surborg.

epd lnb mil mig/9.3.2010
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