Politik und Kirche würdigen Arbeit der Dorfhelferinnen in Niedersachsen

Nachricht 09. März 2010

Festakt zum 50-jährigen Bestehen des Werks in Hannover

Hannover (epd). Das Evangelische Dorfhelferinnenwerk Niedersachsen ist nach Auffassung von Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) eine unverzichtbare Einrichtung im Land. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Vereins würdigten Wulff und der Braunschweiger Landesbischof Friedrich Weber am Dienstag in einem Festakt in der Neustädter Kirche in Hannover das langjährige soziale Engagement für die Stärkung von Familien.

Als Ratsvorsitzender der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen verwies Weber auf die vielfältigen Aufgaben der Dorfhelferinnen. Sie springen immer dann in den Familien ein, wenn die Hausfrau und Mutter wegen Krankheit, Kur oder Unfall ausfällt. Zur umfassenden Ausbildung gehören unter anderem Säuglingspflege, Kindererziehung, Alten- und Krankenpflege, Hauswirtschaft und Psychologie. "Eine Fülle von Arbeit prägt die Wirklichkeit der Menschen, denen Sie nun seit 50 Jahren zur Seite stehen", betonte Weber.

Auch Wulff hob die vielschichtigen Problemsituationen hervor, mit denen die Helferinnen in ihrem Arbeitsalltag konfrontiert würden. Dazu gehörten auch Arbeitslosigkeit oder Beziehungskonflikte in den zu betreuenden Familien: "Gefordert ist nicht nur fachliches Wissen und Können, sondern auch soziale Kompetenz und Einfühlungsvermögen." Auch wenn die Arbeit auf dem Lande noch immer eine besondere Bedeutung habe, sei sie inzwischen zunehmend in den Städten gefragt, sagte der Ministerpräsident.

Der Beruf der Dorfhelferin habe gute Zukunftsaussichten, berichtete Geschäftsführerin Gabriele Lübke-Beimdiek. Die Nachfrage sei auch nach 50 Jahren noch unverändert hoch. Landesweit seien derzeit 165 Dorfhelferinnen tätig.

Das Dorfhelferinnenwerk wurde am 9. März 1960 gegründet. Es wird von vier evangelischen Landeskirchen in Niedersachsen getragen. Finanziert werden die Einsätze der Dorfhelferinnen durch Krankenkassen, Berufsgenossenschaften oder die Rentenversicherung sowie durch Sozial- und Jugendämter.

Internet:www.dhw-nds.de

9.3.2010
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