Niedersächsische Kirchen suchen neue Formen der Zusammenarbeit

Nachricht 06. März 2010

Wolfenbüttel (epd). Die evangelischen Kirchen in Niedersachsen suchen nach neuen Wegen der Zusammenarbeit. Die Kirchenregierung der Evangelisch-lutherischen Kirche in Braunschweig kündigte am Sonnabend vor der in Wolfenbüttel tagenden Landessynode eine Beratungsgruppe an, die Vorschläge zur weiteren Zusammenarbeit erstellen soll. Bis zum Herbst 2011 solle die Gruppe eine Vorlage erarbeiten, die von den Synoden der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen und der fünf Landeskirchen diskutiert werden soll.



Die Beratungen seien nötig, weil die hannoversche Landeskirche erwäge, sich aus der Konföderation zurückzuziehen, hieß es. Die vier weiteren Mitgliedskirchen, die lutherischen Landeskirchen in Braunschweig, Oldenburg und Schaumburg-Lippe sowie die Evangelisch-reformierte Kirche mit Sitz in Leer, hatten im vorigen Jahr die Bildung einer gemeinsamen Kirche in Niedersachsen abgelehnt. Nur Hannover, die mit knapp drei Millionen Mitgliedern größte der fünf Kirchen, votierte dafür. Die Konföderation vertritt unter anderem die Interessen der Kirchen gegenüber dem Land Niedersachsen.



Der braunschweigische Landesbischof und Ratsvorsitzende der Konföderation, Friedrich Weber, sagte: "Das positiv Erreichte soll fortgeführt, Belastendes beendet und Doppelstrukturen abgebaut werden. Die Konföderation in ihrer jetzigen Gestalt fortzusetzen, ist nicht das Ziel, wohl aber die Zusammenarbeit der fünf Kirchen zu intensivieren." Zur Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig gehören 408 Gemeinden mit rund 386.000 Mitgliedern und 319 Pfarrern im Südosten Niedersachsens.



epd lnb lau jön / 6. März 2010

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