Versöhnliche Töne im Streit um evangelische Schule in Ostfriesland

Nachricht 12. Februar 2010

Leer/Hannover (epd). In dem Streit um eine mögliche evangelische Gesamtschule in Ostfriesland haben sich die lutherische und die reformierte Kirche aufeinander zu bewegt. Am Donnerstag besuchten die hannoversche Schuldezernentin, Oberlandeskirchenrätin Kerstin Gäfgen-Track, und der Präsident des Landeskirchenamtes, Burkhard Guntau, den reformierten Kirchenpräsidenten Jann Schmidt in Leer. "Es war ein gutes Gespräch", sagte Gäfgen-Track im Anschluss dem epd. Sie sehe weiteren Treffen mit Zuversicht entgegen.



Die hannoversche Landeskirche will die beiden Haupt- und Realschulen in Hinte und Pewsum zur ersten evangelischen Integrierten Gesamtschule in Niedersachsen zusammenführen. Am Montag hatte die Evangelisch-reformierte Kirche mit Sitz in Leer diese Pläne kritisiert. Eine private Schule solle nur als Ergänzung zu den öffentlichen Schulen eingerichtet werden, hieß es in einer Stellungnahme. Kritisiert wurde auch, das die reformierte Kirche vorab nicht ausreichend informiert worden sei.



Kirchenpräsident Schmidt sagte nach dem Treffen: "Die Irritationen der vergangenen Wochen sind nun deutlich ausgeräumt". Die Besucher aus Hannover hätten ihn ausführlich über die Schulpläne informiert. Die Kirchenleitung werde sich im März erneut mit der Schule befassen. "Wir sind offen für weitere Gespräche."




epd lnb jön mig / 12.2.2010

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