Zukunftsforscher sieht Comeback der Familie

Nachricht 10. Februar 2010

Osnabrück/Frankfurt a. M. (epd). Die Familie wird nach Ansicht des Frankfurter Trendforschers Andreas Steinle ein Comeback erleben. "Da der Einfluss des Staates auf Ausbildung, Beruf und Absicherung immer mehr zurückgeht, werden wir alle gezwungen sein, stärkere Bande zu knüpfen", sagte der Geschäftsführer des Zukunftsinstituts in Frankfurt am Main in einem Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwochsausgabe). Allein schon als Sicherheitsnetz werde die Familie eine immer größere Rolle spielen.



Gleichzeitig verstünden sich junge und ältere Menschen immer besser, betonte der Buchautor. Das habe auch die jüngste Shell-Jugendstudie gezeigt. Früher hätten die befragten Jugendlichen immer alles anders machen wollen als die Eltern. Das sei heute nicht mehr so. Kritik am Bildungsniveau der jungen Generation wies Steinle vehement zurück. Sie lerne heute einfach andere Dinge. So kämen die Jüngeren prima in sozialen Netzwerken wie Facebook zurecht. Dort lernten sie Fertigkeiten, die sie bräuchten, um in der Arbeitskultur von morgen zurechtzukommen.



epd lnb mas mir / 10.2.2010

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