Kandidaten aus Wiesbaden und Lübeck wollen Stadtsuperintendent in Hannover werden

Nachricht 01. Februar 2010

Hannover (epd). Zwei Kandidaten aus Wiesbaden und Lübeck bewerben sich um das Amt des evangelisch-lutherischen Stadtsuperintendenten in Hannover. Zur Wahl stehen der Wiesbadener Dekan Hans-Martin Heinemann und der Lübecker Pastor Bernd Schwarze, teilte der Kirchensprengel Hannover am Freitag mit. Der Stadtkirchentag wird am 10. März entscheiden. Der bisherige Amtsinhaber Wolfgang Puschmann war Ende November 2008 in den Ruhestand gegangen. Der Stadtsuperintendent repräsentiert rund 210.000 evangelische Christen in 63 Kirchengemeinden.



Heinemann (56) leitet seit 2000 das Dekanat Wiesbaden der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau. Er ist bereits seit 1979 als Vikar und Pfarrer in Wiesbaden tätig. Unter anderem war er Stadtjugendpfarrer. Nach Angaben des Dekanats liegt ihm besonders die Musik am Herzen: Er spielt Orgel, Posaune und Keyboard und veranstaltet Gospel-Gottesdienste. Heinemann ist verheiratet und hat drei Kinder.



Der promovierte Theologe Schwarze (48) stammt aus der Nordelbischen Evangelisch-lutherischen Kirche. Seit 2000 ist er Pastor für Stadtkirchliche Aufgaben an den Kirchen St. Marien und St. Petri in Lübeck. Die St. Marienkirche gilt als drittgrößte Kirche Deutschlands und Mutterkirche der Backsteingotik. Schwarze mag Jazz, spielte Schlagzeug und komponierte Popsongs. Er ist verheiratet und hat ein Kind.



Es ist bereits das zweite Wahlverfahren für das Amt an der Spitze des Stadtkirchenverbandes. Die erste Wahl war im Frühjahr gescheitert, weil der Dresdener Pfarrer Joachim Zirkler keine Mehrheit erhielt. Zahlreiche Delegierte des Stadtkirchentages hatten kritisiert, dass nur ein einziger Kandidat zur Wahl stand. Heinemann wird sich am 7. Februar mit einer Aufstellungspredigt in der Marktkirche vorstellen, Schwarze am 14. Februar. Beide Gottesdienste beginnen um 18 Uhr. Der Stadtkirchentag entscheidet dann in nichtöffentlicher Sitzung.



epd lnb mig mir / 29.1./1.2.2010

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