Landesbischöfin würdigt verstorbene Vorsitzende des Stadtkirchentages in Hannover Roseline Forch

Nachricht 11. Januar 2010

Hannover (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann hat die Verdienste der Vorsitzenden des evangelischen Stadtkirchentages in Hannover, Roseline Forch, gewürdigt. Forch war nach Angaben des Stadtkirchenverbandes Hannover am Sonnabend nach schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren gestorben. Sie leitete das Kirchenparlament seit 2001 und gehörte auch dem Kirchensenat an. "Roseline Forch war ein sehr klarer Mensch, der den Leitungsanspruch der Laien in der lutherischen Kirche beispielhaft umgesetzt hat", sagte Käßmann am Montag dem epd.

Sie habe großen Respekt vor der Verstorbenen, die sie stets als "zähe, forsche und energische Ehrenamtliche" erlebt habe, betonte die Bischöfin. Die christliche Hoffnung auf die Auferstehung von den Toten sei für Roseline Forch auch im Sterben eine tragende Kraft gewesen. Die Trauerfeier in der Lister Matthäuskirche beginnt an diesem Freitag um 12 Uhr. Von 1988 bis 2006 gehörte Forch auch dem Kirchenvorstand der Matthäuskirche an. Von 1994 bis 2000 war sie dessen Vorsitzende.

Der stellvertretende Stadtsuperintendent Thomas Höflich sagte, Forchs Engagement sei von kraftvollem Mut zu neuen Wegen und vom Willen zu solide bedachter Veränderung geprägt gewesen. "Ihre Aufmerksamkeit galt dabei dem Wohl der Gemeinde ebenso wie der gesicherten Zukunft der evangelischen Kirche in ihrer Gesamtheit."

Die emeritierte Professorin lehrte bis zu ihrem Rückzug aus dem Berufsleben an der früheren Evangelischen Fachhochschule Hannover Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Systemische Beratung und Therapie sowie Supervision. Außerdem vertrat sie die Landeskirche in der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).

Ab 1989 engagierte sie sich für das hannoversche Industriepfarramt. 1995 wurde sie als Delegierte des Kirchenkreises Hannover-Nordost in den Stadtkirchentag gewählt. Der Stadtkirchentag mit 69 Mitgliedern repräsentiert rund 210.000 evangelische Christen in 63 Kirchengemeinden.

epd lnb jön/mig/mil/11.1.2009
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