Neuer schaumburg-lippischer Bischof Manzke offiziell eingeführt

Nachricht 08. Januar 2010

Bückeburg (epd). Der neue schaumburg-lippische Landesbischof Karl-Hinrich Manzke (51) ist am Sonnabend in Bückeburg offiziell in sein Amt eingeführt worden. Im Festgottesdienst betonte der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Johannes Friedrich aus München, wie wichtig das ökumenische Miteinander der Kirchen sei. "Viele Menschen verstehen heutzutage überhaupt nicht, warum es verschiedene Kirchen gibt", sagte er in der Stadtkirche: "Da ist es die besondere Aufgabe eines Bischofs, alles zu tun, um das friedliche Miteinander der Kirchen zu fördern."



Manzke steht künftig an der Spitze der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe an der Grenze von Niedersachsen zu Nordrhein-Westfalen. Sie ist mit rund 61.000 Mitgliedern in 22 Gemeinden im nördlichen Landkreis Schaumburg die nach der Fläche kleinste und nach Mitgliedern zweitkleinste evangelische Landeskirche in Deutschland. Die Kirche ging aus einem ehemaligen Fürstentum hervor. Aus den Händen von Bischof Friedrich nahm Manzke das Amtskreuz und die Einführungsurkunde entgegen.



Bei der Einführung wirkte auch die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann, mit. Als Ehrengäste waren unter anderen der katholische Bischof Norbert Trelle aus Hildesheim, Staatssekretär Bernd Althusmann (CDU) vom niedersächsischen Kultusministerium sowie die leitenden Repräsentanten der benachbarten evangelischen Landeskirchen eingeladen.


Manzke hatte Mitte Dezember seinen Dienst in Bückeburg aufgenommen. Der promovierte Theologe trat die Nachfolge von Jürgen Johannesdotter an, der im Oktober in den Ruhestand ging. Zuvor leitete er als Superintendent den Kirchenkreis Aurich in Ostfriesland.



Internet: www.landeskirche-schaumburg-lippe.de




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Manzke will auf Selbstständigkeit der Landeskirche beharren


Bückeburg (epd). Der neue Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe, Karl-Hinrich Manzke (51), wird an diesem Sonnabend in Bückeburg offiziell in sein Amt eingeführt. Die Ansprache im Festgottesdienst um 11 Uhr in der Stadtkirche hält der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Johannes Friedrich. Bei der Einführung wird auch die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann mitwirken.



Als Ehrengäste werden unter anderen der katholische Bischof Norbert Trelle aus Hildesheim, Staatssekretär Bernd Althusmann (CDU) vom niedersächsischen Kultusministerium sowie die leitenden Repräsentanten der benachbarten evangelischen Landeskirchen erwartet. Manzke hatte Mitte Dezember seinen Dienst in Bückeburg aufgenommen. Der promovierte Theologe trat die Nachfolge von Jürgen Johannesdotter an, der im Oktober in den Ruhestand ging. Zuvor leitete er als Superintendent den Kirchenkreis Aurich in Ostfriesland.



In der Diskussion um die Fusion von Landeskirchen will Manzke auf der Selbstständigkeit der kleinen Landeskirche Schaumburg-Lippe beharren. "Das hat die Synode so beschlossen, und das sehe ich auch so", sagte er dem epd. Die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in einem Reformpapier vorgeschlagene Größe von mindestens einer Million Mitglieder pro Landeskirche verkürze die Debatte zu stark auf Zahlen und auf Quantität: "Dann müssten auch viele Kirchen in der Ökumene aufgelöst werden."



Die schaumburg-lippische Landeskirche an der Grenze von Niedersachsen zu Nordrhein-Westfalen ist mit rund 61.000 Mitgliedern in 22 Gemeinden die nach der Fläche kleinste evangelische Landeskirche in Deutschland. Sie ging aus einem ehemaligen Fürstentum hervor.



Entscheidend für die Zukunft einer Landeskirche sei, ob sie leistungsfähig sei, betonte Manzke. "Man soll ein handlungsfähiges System nicht mutwillig zerschlagen, nur weil es einen Sog zu Fusionen gibt", sagte er auch mit Blick auf Zusammenlegungen in Nord- und Mitteldeutschland. Damit lehnte er auch Pläne für eine gemeinsame Kirche in Niedersachsen ab, die im vergangenen Jahr angeregt worden waren. Allerdings sei Schaumburg-Lippe auf die Zusammenarbeit mit seinen Nachbarkirchen angewiesen. Dafür müssten künftig neue Formen gefunden und erprobt werden.



Manzke wuchs in Celle auf und studierte Theologie und Philosophie in Tübingen, London und München. Danach war er sieben Jahre Pastor in Soltau und drei Jahre Studieninspektor im Predigerseminar Imbshausen der hannoverschen Landeskirche bei Northeim. 1998 übernahm er die Leitung des Kirchenkreises Aurich mit rund 76.000 Mitgliedern in 33 Gemeinden. Manzke ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter.



Internet: www.landeskirche-schaumburg-lippe.de



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