Osnabrücker Landessuperintendent: Glaube hilft zur Krisenbewältigung

Nachricht 01. Januar 2010

Osnabrück (epd). Der Osnabrücker Landessuperintendent Burghard Krause hat die Christen dazu ermutigt, den Krisen im Leben die Stirn zu bieten. Viele blickten mit Sorge und Angst auf die Krisenregionen der Erde, die Finanzmärkte oder Unsicherheiten im Privaten. "Nicht in der Flucht, nur im Glauben verliert der Schrecken seine Macht", sagte der Landessuperintendent am Freitag im Osnabrücker Dom. Der evangelische Theologe hielt die Predigt im ökumenischen Neujahrsgottesdienst, den er gemeinsam mit dem katholischen Bischof Franz-Josef Bode gestaltete.



Krause appellierte an die Katholiken und Protestanten, ihre Gemeinsamkeiten zu stärken. Christen beider Konfessionen säßen auch 2010 "im selben Boot, wenn auch noch nicht auf einer Ruderbank". Ökumene zu leben, heiße auch, sich in den Stürmen des Lebens wechselseitig zu schützen und zu tragen, sagte Krause in seiner Predigt über die Jahreslosung. Sie lautet "Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!"



Glaube bedeute auch Widerstand gegen den Schrecken. "Er ist das Aufbegehren dagegen, dass der Schrecken das Recht beansprucht, uns das Herz zu brechen", betonte Krause. Er erinnerte an Pater Maximilian Kolbe, der im KZ Auschwitz 1941 für einen Familienvater in den Hungerbunker gegangen war. Noch tagelang hätten ihn die anderen singen und beten hören: "Ausdruck seines Glaubens, dass Gott sein Herz davor bewahrt, im Schrecken zu zerbrechen."




epd lnb mas mil / 1.1.2010

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