Neujahrspredigt von Margot Käßmann im Wortlaut - Frauenkirche Dresden

Nachricht 30. Dezember 2009

Hier finden Sie den Text der Neujahrpredigt von Margot Käßmann: Siehe unten unter Downloads

Weitere Informationen zu diesem Gottesdienst finden Sie im Internet unter www.zdf.fernsehgottesdienst.de und einen Ablauf mit allen Liedertexten zum Mitfeiern können Sie sich auf www.evangelisch.de herunterladen.

 

"Typisch Mensch - Zwischen Hoffen und Bangen" Über dem, was das neue Jahr bringen wird, stehen viele Fragezeichen. Das gilt im kommenden Jahr besonders für die Frage, wie sich Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise entwickeln werden. Darüber hinaus gilt das jedoch auch für das persönliche Leben und nicht nur in Krisenzeiten.

Obgleich niemand in die Zukunft schauen kann, möchte der festliche Neujahrsgottesdienst dazu ermutigen, das neue Jahr mit Vertrauen und Glauben zu beginnen. Margot Käßmann, die hannoversche Landesbischöfin und Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, wird dazu in ihrer Predigt auch auf den Altar der Frauenkirche eingehen. In seinem Zentrum ist der betende Christus in der Nacht seiner Gefangennahme zu sehen - ein Bild des Vertrauens inmitten aller Ungewissheit. Für die festliche Musik sorgt der Kammerchor der Frauenkirche und das Reußische Kammerorchester aus Gera unter der Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert sowie ein Blechbläserensemble unter der Leitung von Siegfried Schmutzler. 

Mit diesem Gottesdienst beginnt die neue Reihe der Fernsehgottesdienste im ZDF, die 2010 unter dem Motto "typisch Mensch" steht. Typisch menschlich ist es, sich selbst zu betrachten und Fragen nach sich selbst zu stellen. Die Antworten sind vielfältig und beschreiben ein weites Spektrum. Und oftmals ist der Mensch sich selbst das größte Rätsel. Der christliche Glaube hält diese Spannung offen. Zum einen beschreibt er den Menschen als das Ebenbild Gottes, als sein Gegenüber und somit als ein Wesen von unendlicher Würde. Zum anderen weiß er aber auch um die Fehlbarkeit und Erlösungsbedürftigkeit des Menschen und bewahrt ihn damit vor Selbstüberschätzung.

Insgesamt siebenundzwanzig evangelische Fernsehgottesdienste stellen sich existenziellen Fragen und laden die Zuschauer an Orte ein, wo die Kirche an der Seite von Menschen in ihren besonderen Lebenssituationen steht.