Notfallseelsorger dankt Rettungskräften für Einsätze

Nachricht 23. Dezember 2009

Pogum/Kr. Leer (epd). Der Beauftragte für die Notfallseelsorge im evangelisch-lutherischen Sprengel Ostfriesland, Pastor Claus Dreier aus Pogum, hat sich bei den Rettungskräften für die selbstlosen Einsätze im zu Ende gehenden Jahr bedankt. "Was sie machen, das ist mehr als ein Job, und für die Ehrenamtlichen mehr als ein Hobby, mehr als eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung", heißt es in einem offenen Brief, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Den Rettungskräften begegne immer wieder großes Leid, dass manchmal auch nach den Einsätzen im Gehirn haftenbleibe, schrieb Dreier. "Sie begeben sich bei Rettungseinsätzen auch selbst in Gefahr und manchmal wird ihre Seele von erschütternden Bildern, Schreien oder Gerüchen getroffen und verletzt." Natürlich trügen sie Schutzhandschuhe, "aber für die Seele gibt es keine Schutzkleidung".

Schützen könne Dreier zufolge jahrelange Erfahrung, eine präventiv wirkende Ausbildung für einen professionellen Umgang mit den traumatisierenden Situationen und Bildern. Wichtig seien auch die Angehörigen, Freunde und Kollegen, die Zeit und Verständnis für sie hätten.

Dreier wurde im Juni als erster Beauftragte der hannoverschen Landeskirche mit einer halben Stelle für die Notfallseelsorge im Sprengel Ostfriesland eingeführt. In der Landeskirche arbeiten rund 800 Pastorinnen und Pastoren als ehrenamtliche Notfallseelsorger.

epd lnb jön mil/23.12.2009

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