Diakonie Katastrophenhilfe stellt 30.000 Euro Soforthilfe für Evakuierte auf den Philippinen bereit

Nachricht 23. Dezember 2009

Stuttgart, 23. Dezember 2009. Die Befürchtungen auf den Philippinen vor einem Vulkanausbruch sind kurz vor Weihnachten noch einmal gewachsen. Die Behörden bereiten sich auf die Evakuierung von bis zu 120.000 Menschen vor. Die Diakonie Katastrophenhilfe hat 30.000 Euro für die Unterstützung der Familien bereit gestellt, die bereits aus der unmittelbaren Gefahrenzone rund um den Vulkan Mayon evakuiert werden mussten. Nach Angaben der Partnerorganisation CDRC (Citizens Disaster Response Center) des evangelischen Hilfswerks leben die Betroffenen seit mehr als einer Woche auf engstem Raum und haben noch keine weitere Hilfe erhalten. Die Unterstützung für rund 12.000 Menschen konzentriert sich deshalb auf Nahrungsmittelhilfe und die Verbesserung der hygienischen und sanitären Verhältnisse.

Nachdem der 360 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila gelegene Vulkan in den vergangenen Wochen durch Ascheexplosionen, lautes Rumoren und Tausende von Erdstößen die Anwohner in ständige Furcht vor einem Ausbruch versetzt hat, ist die Gefahrenwarnung kurz vor Weihnachten um eine weitere Stufe erhöht worden. Aus der acht Kilometer weiten Gefahrenzone am Fuße des Vulkans wurden inzwischen knapp 45.000 Menschen evakuiert und in 25 Schulen untergebracht. "20 bis 25 Familien sind auf engstem Raum in einem gewöhnlichen Klassenzimmer untergebracht, in größeren Klassenzimmern bis zu 80 Familien", beschreibt die Partnerorganisation die Lage vor Ort.

Die meisten der Betroffenen haben noch keine Nahrungsmittelunterstützung, fünf Kilogramm Reis, wie sie von der Regierung versprochen wurde, erhalten.,. Diejenigen, die bereits ein Hilfspaket bekamen, beklagen, dass die Versorgung bei weitem nicht ausreichend für ihre Familien ist. Darüber hinaus reichen auch die sanitären Anlagen nicht für die Menge der Evakuierten aus, sagen die Helfer. Diese informieren deshalb die Evakuierten über Gesundheits- und Hygienefragen, um den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern.

Die letzte Eruption des knapp 2.500 Meter hohen Vulkans gab es im Juli 2006. Bei den letzten großen Ausbrüchen in den Jahren 1993 und 2006 wurden insgesamt 79 Menschen getötet und etwa 30.000 Menschen evakuiert. Für ihre Hilfe auf den Philippinen bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden unter dem Kennwort: "Vulkanausbruch Philippinen".

Spendenkonten:
Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70
oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00
oder online www.caritas-international.de

Stuttgart, 23.12.2009
Diakonie Katastorphenhilfe
Rainer Lang