Köhler und Käßmann eröffnen Michaelis-Jubiläumsjahr in Hildesheim

Nachricht 17. Dezember 2009

Hildesheim (epd). Mit viel politischer und kirchlicher Prominenz wird am 15. Januar 2010 das Jubiläumsjahr zum 1.000-jährigen Bestehen der zum Weltkulturgut gehörenden Hildesheimer St. Michaeliskirche eröffnet. Bundespräsident Horst Köhler und die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, gehören zu den Gästen eines Festgottesdienstes um 14 Uhr, teilten die Initiatoren des Jubiläums mit. Köhler wird im Anschluss an den Gottesdienst in der spätromanischen Kirche ein Grußwort sprechen.



Bereits um 12.30 Uhr werden mehr als 1.000 Schülern des "bischöflichen
Gymnasiums Josephinum" ein 635 Meter langes Bild- und Spruchband vom katholischen Mariendom zur evangelischen St. Michaeliskirche legen. Unter dem Motto "1.000 Jahre ausgerollt" haben sie Episoden und Motive aus der Hildesheimer Geschichte zusammengestellt.



Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann, der katholische Bischof Norbert Trelle, Niedersachsens Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) und Hildesheims Oberbürgermeister Kurt Machens werden an dem Band entlang vom Dom zur Michaeliskirche gehen. Bundespräsident Köhler wird das Ende des Stoffbandes signieren. Zum Abschluss des Eröffnungstages ist um 20 Uhr das "Hilliard Ensemble" zu hören.



Unter dem Motto "Gottes Engel weichen nie" soll 2010 nach Angaben des Projektbüros das ganze Jahr über gefeiert werden. Geplant sind unter anderem Konzerte mit dem Sänger Thomas Quasthoff und dem ehemaligen Sänger der Popgruppe "Genesis", Ray Wilson. Den Abschluss des Jubiläumsjahres bildet ein Konzert mit "Giora Feidman und dem Klezmer Trio" am 21. November 2010.



Schon am 2. Januar eröffnet die Deutsche Post von 9.30 bis 17 Uhr auf dem Michaelishügel ein Sonderpostamt, in dem eine Briefmarke zum Jubiläum mit Ersttagsstempel und Ersttagsbrief erhältlich ist. Die St. Michaeliskirche in Form einer mittelalterlichen Burg wurde 1010 als Grabeskirche Bischof Bernwards von Hildesheim (960-1022) gegründet. Mit sechs markanten Türmen und ihrem kostbaren mittelalterlichen Deckengemälde gilt sie als herausragendes Denkmal romanischer Baukunst nördlich der Alpen. Seit 1985 gehört sie zum Weltkulturerbe der UNESCO. Zum 1.000-jährigen Jubiläum wurde sie aufwendig restauriert.



Internet: www.michaelis2010.de



epd lnb mig mir / 17.12.2009


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