Auricher Superintendent Manzke verabschiedet

Nachricht 13. Dezember 2009

Aurich/Bückeburg (epd). Der Auricher Superintendent Karl-Hinrich Manzke (51) ist am Sonntag mit einem Gottesdienst aus der hannoverschen Landeskirche verabschiedet worden. Ab diesem Montag beginnt Manzke seinen neuen Dienst als Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe. Der promovierte Theologe tritt dann die Nachfolge von Jürgen Johannesdotter an, der im Oktober in den Ruhestand ging. Offiziell wird Manzke in einem Gottesdienst am 9. Januar in der Bückeburger Stadtkirche in sein neues Amt eingeführt.

Der Regionalbischof des Sprengels Ostfriesland, Landessuperintendent Detlef Klahr, entpflichtete Manzke als Pastor der hannoverschen Landeskirche. Er würdigte den künftigen Landesbischof als "frommen Mann mit Durchsetzungsvermögen". Manzke habe in den elf Jahren als Superintendent den Kirchenkreis Aurich mit einem klarem theologischen Profil geführt. Dabei sei es ihm gelungen, die evangelisch-lutherische Kirche im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu positionieren.

Manzkes Fähigkeit, verschiedene Menschen und Ideen zu vernetzen, sei letztlich mitverantwortlich für das Gelingen des Projektes Klosterstätte Ihlow, wo an historischem Ort der Umriss der einst größten Kirche zwischen Bremen und Groningen nachgebaut wurde. "Das Evangelium gehört nicht in Kirchenmauern eingesperrt, sondern in die Welt. Und die Botschaft von der Liebe Gottes hat mit dem Alltag der Menschen zu tun. Beides haben Sie in ihrem Engagement immer wieder deutlich werden lassen", sagte Klahr.

Karl-Hinrich Manzke dankte für die Zeit in Aurich und nannte sie "von Gott geschenkte Zeit". Er habe die Stadt und die Menschen in der Region schätzen und lieben gelernt. Gleichwohl tue ein Wechsel nach elf Jahren den Menschen und dem Kirchenkreis gut. "Aber das Moin am Kanal werde ich vermissen." In seiner Abschiedspredigt warb er für "mehr evangelische Freiheit, die im Gewissen des Einzelnen begründet sein muss". Gebunden an Christus seien die Menschen frei, richtig zu reden und zu handeln.

Manzke leitete seit 1998 den Kirchenkreis Aurich mit rund 76.000 Mitgliedern in 33 Gemeinden. Er wuchs in Celle auf und studierte Theologie und Philosophie in Tübingen, London und München. Danach war er sieben Jahre Pastor in Soltau und drei Jahre Studieninspektor im Predigerseminar Imbshausen der hannoverschen Landeskirche bei Northeim. Manzke ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter. 

Die schaumburg-lippische Landeskirche an der Grenze von Niedersachsen zu Nordrhein-Westfalen ist mit rund 61.000 Mitgliedern in 22 Gemeinden die nach der Fläche kleinste evangelische Landeskirche in Deutschland.

epd lnb jön mir/13.12.2009

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